HSH Nordbank

Brauchen Hamburg und Schleswig-Holstein EU-Hilfe?

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD)

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD)

Foto: Axel Heimken / dpa

Ministerpräsident Albig befürchtet, dass die Länder Verluste von bis zu 16 Milliarden Euro nicht selbst tragen könnten.

Hamburg. Die Probleme der HSH Nordbank könnten dazu führen, dass Hamburg und Schleswig-Holstein den Bund und die Europäische Union (EU) um Hilfe bitten müssen. „Wenn es schlecht läuft, dann wird das nicht nur den Landeshaushalt, sondern auch den Bund und die EU betreffen – weil die Summe zu groß ist“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) dem Hamburger Abendblatt.

„Da reden wir dann über bis zu 16 Milliarden Euro für Schleswig-Holstein und Hamburg zusammen.“ Das könnte die beiden Länder trotz guter Haushaltslage überfordern. Schleswig-Holstein hat 2016 einen Überschuss von 565 Millionen Euro erzielt, Hamburg „mindestens 250 Millionen Euro“, heißt es in der Hamburger Finanzbehörde.

HSH Nordbank gehört zu 85 Prozent den Ländern

Die HSH Nordbank gehört noch zu 85 Prozent den beiden Ländern. Im Zuge der weltweiten Finanzkrise geriet sie in Schieflage und musste 2009 mit Milliardenhilfen gerettet werden. 2016 kam es zu einem weiteren Rettungsversuch. Die Länder nahmen der Bank ausfallgefährdete Schiffskredite über fünf Milliarden Euro ab, zum Kaufpreis von 2,4 Milliarden. Bis Februar 2018 müssen die Länder einen Käufer für die HSH Nordbank gefunden haben. Das verlangt die EU. Wie hoch am Ende der finanzielle Schaden für Hamburg und Kiel sein wird, ist noch offen.

Das ganze Interview mit Torsten Albig lesen Sie in der Montagsausgabe des Hamburger Abendblatts.