Internet-Kriminalität

Trojaner: Hacker attackieren Hamburger Behörden

Netzwerkkabel  – ein neuer Weg für Erpresser, um an Lösegeld zu kommen

Netzwerkkabel – ein neuer Weg für Erpresser, um an Lösegeld zu kommen

Foto: Sven Hoppe / dpa

Auch in Schleswig-Holstein und Bremen werden Verwaltungen Opfer durch "Erpressungstrojaner". Sogar Forderungen nach Lösegeld.

Hamburg. Behörden in Norddeutschland sehen sich immer häufiger Attacken von erpresserischen Hackerangriffen ausgesetzt:. „Es gibt immer mehr Angriffe durch Erpressungstrojaner“, sagte eine Sprecherin des IT-Dienstleisters Dataport, der in Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen rund 70 000 Rechner von Behörden und Landesverwaltungen betreut.

Insgesamt sei die Zahl der Hackerangriffe mit etwa 1000 Fällen 2016 jedoch auf dem Niveau der Vorjahre geblieben.

Mails sind als Bewerbungsschreiben getarnt

„Die Erpressungstrojaner können beispielsweise getarnt als Bewerbungsschreiben per Mail an Verwaltungen geschickt werden“, sagte die Dataport-Sprecherin - so geschehen im Fall des Trojaners „Goldeneye“, der sich im vergangenen Jahr in Deutschland verbreitete. „Bei einem erfolgreichen Angriff werden meist entweder Daten gestohlen - oder mit einem Passwort gesperrt. Gegen Zahlung eines Lösegeldes werden die Daten dann wieder freigegeben“, hieß es. Schützen könnten sich Behörden durch ein systematisches Sicherheitsmanagement: „Das entscheidende ist aber, dass die Kollegen vor Ort auch nach den Sicherheitsrichtlinien agieren.“ Zunächst hatte des Nachrichtenportal „shz.de“ berichtet.