Windenergie

Brände zerstören Windkraft-Anlagen häufiger als Stürme

Auch wenn „spektakuläre Zusammenbrüche“ von Windrädern laut Bundesverband für Windenergie hierzulande selten seien, kommt es dennoch immer wieder zu Windrad-Unglücken. 2015 zerfetzte beispielsweise ein Sturm ein Windrad im ostfriesischen Utgast. Die Trümmerteile wurden in einem Umkreis von 200 Metern in die Landschaft verstreut.

Auch im rheinland-pfälzischen Ober Kostenz wurde ein Windrad 2015 durch einen Sturm massiv beschädigt. Teile eines Windradrotors, der vollständig zerstört wurde, fanden sich im Umkreis von 200 Metern auf den Äckern. Im Kreis Paderborn brach das Maschinenhaus samt Rotorblättern eines Windrades 2016 ab und fiel senkrecht herunter.

Brände, die weitaus häufiger vorkommen, gab es im vergangenen Jahr zum Beispiel im münsterländischen Isselburg, im niedersächsischen Diepholz, im Kreis Nordfriesland, im Emsland und in Martinshöhe in Rheinland-Pfalz. Teilweise wurde die Ursache auf Blitzeinschläge, teilweise auf technische Störungen zurückgeführt.

Aber nicht nur hierzulande kommt es zu Windrad-Unglücken. In Neuseeland ereignete sich im vergangenen Jahr ein spektakuläres Unglück, bei dem ein Windrad zunächst Feuer fing und anschließend explodierte. Das Spektakel wurde von einem Mann mit dem Handy aufgezeichnet und bei Youtube hochgeladen, wo es inzwischen über 200.000-mal angeklickt wurde. Filmisch festgehalten wurde 2008 auch ein Unfall im dänischen Hornslet. Die Rotorblätter eines Windrads wurden von einem Sturm regelrecht in der Luft zerfetzt, bevor es gänzlich zusammenbrach.

Den größten Schreck dürften jedoch die Bewohner eines Hauses in Nordspanien erlitten haben, welches im vergangenen Jahr von den Rotorblatt-Trümmern einer 280 Meter entfernten Windkraftanlage getroffen wurde. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.