Arbeitsmarkt

Exklusiv: Die Top 200 der Hamburger Unternehmen

| Lesedauer: 2 Minuten
Oliver Schade, Nicola Puchmüller und Uta Klein
Beiersdorf mit Chef Stefan Heidenreich (l.) ist mit rund 4000
Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt. 
Günther Fielmann (2.v.l.) will auch im kommenden Jahr mehr Jobs
bei seiner Optikerkette in der Hansestadt schaffen.
Edeka-Chef
Markus Mosa (2.v.r.) vergrößerte sein Unternehmen
durch die Teilübernahme von Tengelmann.
Die Haspa – hier mit Chef Harald Vogelsang (r.), will zumindest die Stellenzahl halten

Beiersdorf mit Chef Stefan Heidenreich (l.) ist mit rund 4000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Günther Fielmann (2.v.l.) will auch im kommenden Jahr mehr Jobs bei seiner Optikerkette in der Hansestadt schaffen. Edeka-Chef Markus Mosa (2.v.r.) vergrößerte sein Unternehmen durch die Teilübernahme von Tengelmann. Die Haspa – hier mit Chef Harald Vogelsang (r.), will zumindest die Stellenzahl halten

Foto: Magunia, dpa, Rauhe; Montage: HA

Abendblatt-Umfrage: 2017 will fast jede zweite Firma neue Jobs schaffen. Asklepios löst Airbus an der Spitze ab.

Hamburg. Der weit überwiegende Teil der Arbeitnehmer in der Stadt kann optimistisch ins kommende Jahr gehen. Gut 82 Prozent der 200 größten Unternehmen in der Stadt wollen 2017 mehr Stellen schaffen oder die Zahl ihrer Arbeitsplätze zumindest stabil halten, wie aus der jährlichen großen Abendblatt-Umfrage hervorgeht. Fast jeder zweite Betrieb (44,5 Prozent) plant den Aufbau von Stellen – darunter die Einzelhandelsunternehmen Edeka und Rewe, der Maschinenbauer Jungheinrich, die Hochbahn und die Augenoptikerkette Fielmann.

Leitartikel: Neue Jobs für Hamburg

Aber nicht nur die Schwergewichte unter den Unternehmen wollen einstellen. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist insgesamt gut. „Wir erwarten einen weiteren Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Konservativ ist mit einem Plus von knapp 10.000 Beschäftigten zu rechnen“, sagte der Chef der Arbeitsagentur Hamburg, Sönke Fock, dem Abendblatt. Seit Dezember 2015 seien bereits 11.000 Beschäftigte in Hamburg hinzugekommen.

Liste der Unternehmen als PDF zum Download

Der Zuwachs erstreckt sich laut Fock auf fast alle Branchen mit Ausnahme des Finanz- und Versicherungssektors. So ist es wenig überraschend, dass die Versicherer Ergo, ­Signal Iduna und Generali sowie die Commerzbank, Deutsche Bank und Volksbank in Hamburg Jobs streichen wollen. Die Haspa dagegen möchte ihre Stellenzahl konstant halten.

Jobboom im sozialen Bereich

Einen regelrechten Jobboom erlebt der soziale Bereich (Kranken-, Altenpflege und Kinderbetreuung). Dies zeigt sich unter anderem daran, dass erstmals seit Langem nicht mehr der Flugzeugbauer Airbus (12.500 Stellen) das Abendblatt-Ranking der Top-200-Arbeitgeber in der Stadt anführt, sondern der Krankenhauskonzern Asklepios mit 12.750 Stellen.

Auch Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) zeigt sich mit Blick auf den Arbeitsmarkt positiv gestimmt. „Die Beschäftigungslage in Hamburg ist generell sehr zufriedenstellend. Die allgemein gute Konjunkturlage und der gute Branchenmix erlauben es den Hamburger Unternehmen, weiter Personal einzustellen“, sagte er dem Abendblatt.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg