Luftfahrt

Drohnen: CDU fordert vom Senat mehr Engagement

Carsten Ovens
sieht Drohnen
vor allem als
Chance

Carsten Ovens sieht Drohnen vor allem als Chance

Foto: Roland Magunia / HA

CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens: Die Flugobjekte bieten Chancen, die in Hamburg aber vernachlässigt werden.

Hamburg.  Für die einen sind sie eine Plage, eine Bedrohung der Privatsphäre und eine Gefahr für die Flug­sicherheit, für die anderen sind sie schlicht die Zukunft: Drohnen. 400.000 dieser unbemannten und ferngesteuerten Flugobjekte sollen bereits am Himmel über Deutschland rumdüsen. Erst am Mittwoch warnte der Chef der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, im Abendblatt-Interview vor möglichen Kollisionen mit Flugzeugen. Allein fünf Zwischenfälle gab es bislang in diesem Jahr rund um den Hamburger Flughafen. Und diese Zahlen dürften weiter zunehmen, denn Drohnen sind ein Renner im Weihnachtsgeschäft.

Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Ovens fordert vom rot-grünen Senat dennoch, nicht nur die Risiken der neuen Technologie im Blick zu haben, sondern auch die Chancen zu sehen. „Der Senat vernachlässigt bislang die Chancen, die Drohnen eröffnen“, sagt der Wissenschaftsexperte. Er bezieht sich vor allem auf die Antworten auf seine schriftliche Kleine Anfrage.

Wirtschaftliche Nutzung von Drohnen wird getestet

Darin wollte Ovens wissen, welche Hamburger Einrichtungen in Wissenschaft und Forschung in dem Bereich tätig sind. Der Senat zählt dazu auch durchaus einige Stellen auf – von der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) über die HafenCity Universität bis zum Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL), das das Projekt „Wirtschaftliche Nutzung eines drohnenbasierten Luftverkehrssystems in einer Metropolregion“ koordiniere.

Doch Ovens wundert sich, was der Senat alles nicht aufgezählt habe, etwa das Institut für unbemannte Systeme (IuS) an der Northern Business School (NBS): „Das ist einzigartig in der Hamburger Hochschullandschaft“, so der CDU-Politiker. Auch eine Fachveranstaltung wie das regelmäßige Symposium „UASympEx“, Unternehmen, die sich mit dem Thema befassen, oder Studien, die dazu erstellt wurden, erwähne der Senat nicht.

„Das sind nur ein paar Beispiele aus Wissenschaft und Wirtschaft, von denen der Senat entweder keine Kenntnis hat oder sie, warum auch immer, verschweigt“, so Ovens. Sein Fazit: „Der rot-grüne Senat vergibt damit die klare Chance, den Luftfahrtstandort Hamburg, der immerhin weltweit die Nummer drei ist, nachhaltig zu stärken, indem innovative Ansätze im Bereich der unbemannten Luftfahrt in Wissenschaft und Wirtschaft gefördert und vermarktet werden.“