Unfall in der HafenCity

Auto stürzt in die Elbe – Experten klären Ursache

Bei dem Unfall am Wochenende kam ein junger Mann ums Leben. Zum Unglückszeitpunkt soll die Fahrbahn glatt gewesen sein.

Hamburg. Nach dem tragischen Autounfall mit einem Toten in der Elbe am Wochenende in Hamburg helfen Sachverständige bei den Ermittlungen zur Unglücksursache. Die Experten sollen unter anderem Erkenntnisse zur Geschwindigkeit und dem technischen Zustand des Autos sowie über mögliche Straßenglätte liefern, wie ein Polizeisprecher am Montag berichtete.

Am Sonnabend war ein mit vier jungen Männern besetztes Auto von der Niederbaumbrücke in der Nähe der Elbphilharmonie in die eiskalte Elbe gestürzt. Der 20-jährige Beifahrer überlebte den Unfall nicht. Der gleichaltrige Fahrer sowie die 18 und 19 Jahre alten jungen Männer auf der Rückbank konnten sich selbst aus dem Wagen retten und an Land schwimmen. Sie wurden mit leichten Unterkühlungen in ein Krankenhaus gebracht.

Fahrer verlor Kontrolle über sein Auto

Der Fahrer des Peugeot hatte offenbar während des Abbiegens die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und die Brüstungswand der Brücke durchbrochen. Daraufhin stürzte das Auto mehrere Meter tief in den Binnenhafen. Ein Atemalkoholtest beim Fahrer habe einen Wert von 0,0 Promille erbracht, hieß es. Unklar sei aber, ob das Auto mit Sommerreifen unterwegs war.

Notfallseelsorger kümmerten sich nach dem tragischen Unfall um die drei Verletzten. Polizeibeamte und eine Pastorin überbrachten den Eltern des 20-Jährigen die Todesnachricht. Die Leiche wurde in das Institut für Rechtsmedizin gebracht, dort sollte der Tote obduziert werden. Das Auto wurde noch in der Dunkelheit mit einem Kran aus der Elbe gezogen und vom Verkehrsunfalldienst sichergestellt. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.