Lieblingsmenü

Asien und Hamburgs Altstadt aufs Köstlichste vereint

Fengping Zhang ist Chefkoch im Red Chamber

Fengping Zhang ist Chefkoch im Red Chamber

Foto: Andreas Laible

Im Red Chamber serviert der Küchenchef ein Menü, das chinesische und Hamburger Küche vereint. So buchen Sie Gutscheine.

Hamburg. Monatelang tauchte Qiuyi Chen, Patron im Red Chamber, immer wieder in der Küche unter, um an den fünf Gängen des neuen Lieblingsmenüs zu feilen. Und um völlig neue Kreationen auszuprobieren: Das Ergebnis ist ein Cross-over-Menü, das original chinesische Küche mit der Hamburger Küche auf spielerische Art verbindet: exotisch, bodenständig und eigentlich ein richtig guter – und üppiger – Einstieg für alle, die einmal die feine asiatisch-hanseatische Art probieren wollen.

Dahinter stecken viel Arbeit und Leidenschaft, denn Qiuyi Chen hat mit Fengping Zhang, dem Chefkoch im Red Chamber (Schauenburgerstraße 49) richtig trainiert. Zum Beispiel: bis auch Speisen gelingen, die so gar nicht asiatischer Herkunft sind, wie Waffeln, Rote Grütze (mit Goji-Beeren) und Crème brûlée. Noch etwas zeichnet die fünf Gänge aus. Qiuyi Chen bietet sie nur im Lieblingsmenü an. Und Feinschmecker werden bemerken, dass die Farbe Rot immer wieder auftaucht.

Sushi vegetarisch

Schon im Sommer hatte Qiuyi Chen begonnen, vegetarische Sushi-Rollen so zu komponieren, dass sie besonders unaufdringlich schmecken und damit gut zu Meeresfrüchten passen. Ihm zur Seite steht Fengping Zhang, der die authentische Küche in der chinesischen Provinz Thejiang gelernt hat – wo auch die Chang-Familie ihre Heimat hat.

Das Lieblingsmenü hat einen üppigen Auftakt mit „Chef’s Sushi Selec­tion“. Der Kaisergranat wird mit Olivenöl, Limette und Pfeffer mariniert. Das passt gut zu der süß-nussigen Hokkigai-Muschel („Atlantic Surf Clam“, deutsch: „Dickschalige Trogmuschel“). In den Sushi-Rollen finden wir Austernpilze, Zucchini, Avocado, Auberginen, Tempura, Sesam, Reis und Mayonnaise. Dazu gibt es noch Sashimi von Lachs und Thun. Dazu passt ein würziger Wein: 2015 Grüner Veltliner, Leo Maurer, aus dem österreichischen Weinviertel. Der ist schmeichelnd mit viel Schmelz, hat eine üppige Gaumenaromatik.

Der zweite Gang: „Skreifilet gegrillt auf Teppanyaki mit Spinat und hausgemachter Koriander-Petersilien-Sauce.“ Hier setzen die Köche ihre Stahlgrillplatte (Teppanyaki) ein. Der Fisch erhält damit eine krosse Haut und bleibt saftig. Der Spinat macht zusammen mit dem Gemüse und zwei Scheiben von Zucchini (im Tempura-Teig) daraus einen herrlichen Gang. Der Wein kommt aus Sizilien: 2015 Grillo Molino a Vento, Tenute Orestiadi. Er bietet ein opulentes Bouquet mit Noten von tropischen Früchten und Zitronen.

Der 2. Zwischengang

Auf den zweiten Zwischengang ist Qiuyi Chen besonders stolz. Wie alle guten Ideen ist diese verblüffend simpel: Zarte Stücke von Peking-Ente werden mit Gemüse und Pfannkuchenteig zu kleinen Rollen gewickelt. Das ist mit einer Hoisin-Sauce verdammt lecker und mächtig! Der Gang heißt: „Pfannkuchen-Rollen mit Ente, Blütenteppiche im Frühlingswald, Pflaumensauce“. Die Blüten – auch rote – auf dem Teller kann man verzehren. Dieser Gang „ist echt China!“, wie Qiuyi Chen betont. Weil Roséwein in Hamburg beliebter wird, hat Rindchens Weinkontor einen passenden aus Rheinhessen ausgesucht: 2015 Klarett Rosé trocken, Weingut Peth-Wetz. Die Cuvée aus hauptsächlich Bordeaux-Rebsorten besticht durch ihre himbeerrosa Farbe und würzige Art am Gaumen.

Höchstes Lob erntet das Fleisch. „Ein so gutes Lammkarree habe ich noch nie gegessen“, sagt Weinexperte Gerd Rindchen. Patron Qiuyi Chen verrät: „Um das Lamm am Knochen butterzart zuzubereiten, kommt es 60 Minuten bei 56 Grad in den Ofen, dann noch mal drei Minuten bei 190 Grad in den Ofen.“ Das Risotto wird mit Milch, Minitomaten, Serrano-Schinken und Paprika zubereitet. Der Wein stammt aus Australien: 2014 Shiraz Cello, Kilikanoon. Und zwar von einem der weltbesten Shiraz-Erzeugern: Nathan Waks.

Chinesen können Nachtisch

Chinesen können keinen Nachtisch? Können sie doch! Dieser ist ein tolles Beispiel für eine gelungene Kombination: „Crème brûlée mit Roter Grütze, Goji-Beeren, Waffel und Dreierlei von Früchten“. „Die Crème brûlée gehört bei unseren Gästen zu den beliebtesten Nachspeisen. Fürs Lieblingsmenü gibt es jedoch mehr“, sagt Qiuyi Chen. In der Roten Grütze hat sein Chefkoch Goji-Beeren verarbeitet. „Die geben der Roten Grütze ein leicht herbes Aroma“, sagt Qiuyi Chen.

Besonderheit im Weinglas

Mit der Waffel und den frischen Früchten entsteht ein Potpourri, das noch einmal zeigt, wie im Red-Chamber-Lieblingsmenü Cross-over gelingt. Im Weinglas findet sich eine Besonderheit: 2014 Spätlese, Angerhof, Tschida, Neusiedlersee, Österreich. Im Ranking der besten österreichischen Winzer ist Hans Tschida von Platz 167 auf Platz 9 geklettert. Trotz der Restsüße wirkt die Spätlese nicht plump, sondern hat eine enorme Frische und ein feines Säuregerüst, sodass auch das letzte Stück vom Dessert genossen werden kann.

Wer ist beim Lieblingsmenü dabei?

Die 10. Staffel des Lieblingsmenüs vom Hamburger Abendblatt startet am zweiten Januar und endet am 31. Mai 2017. Das dauert zwar noch ein bisschen – doch nach neun Staffeln ist klar: Lieblingsmenü-Gäste buchen gern sofort und früh. Das empfiehlt sich auch dieses Mal, denn Gutscheine werden gern zu den Fest- und Feiertagen verschenkt. Wer früh bucht, hat auch eine gute Chance, Plätze für eine ganze Gruppe zu finden, denn alle teilnehmenden Restaurants haben ein Kontingent an Tischen für Gruppen. Wer das Lieblingsmenü nicht nur zu zweit genießen will, sollte sich schnell entscheiden. Die teilnehmenden Restaurants sind:

Reichshof Hamburg Curio Collection by Hilton, Kirchenallee 34–36, 20099 Hamburg. Reservierung unter: 040-370 25 94 53 Aktionszeitraum*: 2.1. bis 28.2.2017 (Mo bis Sa, abends).

Stocks Restaurant, An der Alsterschleife 3, 22399 Hamburg. Reservierung unter info@ stocks.de oder: 040/611 36 20 Aktionszeitraum*: 3.1. bis 31.3.2017 (mittags und abends).

Apples Restaurant im Park Hyatt Hamburg, Bugenhagen­straße 8, 20095 Hamburg. Reservierung unter: 040-33 32 17 71 oder apples-reservierung@hyatt.com Aktionszeitraum*: 20.1. bis 28.3.2017.

Red Chamber, Schauenburgerstraße 49, 20095 Hamburg. Das Red Chamber liegt in der Nähe des Hamburger Rathauses. Reservierung unter: 040/37 50 20 20 oder info@red-chamber.de Aktionszeitraum*: 1.3. bis 31.5.2017 (Mo bis Sa, mittags und abends).

*An Ihrem bevorzugten Termin ist kein Tisch mehr frei? Gleich Alternativ-Termine überlegen oder es in einem der anderen Restaurants versuchen.

So können Sie den Gutschein buchen

Die Leser des Hamburger Abendblatts können das Lieblingsmenü nur über einen Gutschein und nur über das Hamburger Abendblatt buchen. Einen anderen Weg zum Gutschein gibt es nicht. Jeder Gutschein hat eine individuelle Nummer und stellt so die Eintrittskarte zu Ihrem gewünschten Restaurant dar und berechtigt zur Teilnahme. Die Gutscheine gibt es nur, solange der Vorrat reicht; sie sind nur im Aktionszeitraum einsetzbar.

Am einfachsten kauft man die Gutscheine in der Geschäftsstelle des Hamburger Abendblatts am Großen Burstah 18–32 (Mo–Fr 9–19 Uhr, Sa 10–16 Uhr) für 59,50 Euro (zzgl. Systemgebühr).

Weiterhin kann man die Gutscheine über die Hamburger-Abendblatt-Tickethotline 040/30 30 98 98 bestellen (zzgl. System- und Versandgebühr). Die Gutscheine werden per Post zugeschickt. Die Hotline ist am Sonnabend von 8 bis 13 Uhr sowie montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr erreichbar.

Drittens gibt es die Gutscheine auch online. Hier fallen System- und Versandgebühren an. www.abendblatt.de/LM

Tausende von Lieblingsmenü-Gästen kennen den einfachen Ablauf: Mit dem Gutschein gibt es einen Flyer (online ist dieser auf der Gutscheinrückseite), auf dem alle vier Restaurants und deren Telefonnummern für die Reservierung aufgelistet sind. Mit der individuellen Nummer kann man im Restaurant reservieren. Die Restaurants fragen nach der Nummer und buchen über diese. Ohne diese individuelle Nummer sind Reservierungen nicht möglich. Den Gutschein bringt man dann am Reservierungstag mit. Ohne Gutschein ist die Teilnahme nicht möglich.

Das Lieblingsmenü ist eine Aktion des Hamburger Abendblatts in Zusammenarbeit mit vier exklusiven Restaurants und einem Weinlieferanten. Im Preis von 59,50 Euro pro Person sind fünf Gänge, fünf dazu passende Weine sowie Wasser und zum Abschluss eine Kaffeespezia­lität enthalten. Buchung und Bezahlung des Menüs erfolgen im Restaurant einfach über den Gutschein. Trinkgeld bitte extra.

Wer mitmacht, sollte zeitlich flexibel sein. Legen Sie sich am besten mehrere Terminwünsche zurecht. In der Regel können die Wünsche der Gäste aber berücksichtigt werden. Falls das jeweilige Restaurant am Wunschtag ausgebucht ist, können die noch verfügbaren Plätze der anderen teilnehmenden Restaurants (innerhalb des jeweiligen Aktionszeitraums) gebucht werden. Mit dem Gutschein kann man bei der Lieblingsmenü-Aktion einmal mitmachen. Es gibt aber keinen Anspruch auf ein bestimmtes Restaurant an einem bestimmten Tag.