Stellenabbau

Beschäftigte von Lufthansa Technik in Hamburg demonstrieren

 Die Belegschaft von Lufthansa Technik wehrt sich gegen  Jobverluste und Einkommenseinbußen

Die Belegschaft von Lufthansa Technik wehrt sich gegen Jobverluste und Einkommenseinbußen

Foto: Bodo Marks / dpa

Heute um 14 Uhr protestieren Mitarbeiter vor dem Betriebsgelände in Fuhlsbüttel gegen Stellenabbau und Einkommenseinbußen.

Hamburg.  Die Piloten der Lufthansa streiken für höhere Gehälter, nun protestieren die Beschäftigten der Hamburger Luftwerft des Konzerns gegen Jobverluste und Einkommenseinbußen: Die Gewerkschaft Ver.di hat die Belegschaft von Lufthansa Technik für den heutigen Donnerstag um 14 Uhr zu einer Demonstration vor dem Betriebsgelände in Fuhlsbüttel aufgerufen.

Flugzeugüberholung soll geschlossen werden

Anlass für die Aktion sind die Überlegungen des Vorstands, den Bereich Flugzeugüberholung in Hamburg mit bis zu 400 Beschäftigten zu schließen, nachdem Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung über die Absenkung von Personalkosten unter anderem durch Kürzung von Schichtzulagen gescheitert waren (das Abendblatt berichtete). Für die Sparte Triebwerksüberholung war im Juli eine entsprechende Vereinbarung zustande gekommen.

Gewerkschaft fordert Bestandssicherung

„Die Kollegen sind sauer und von der Geschäftsführung mehr als enttäuscht“, sagte Natale Fontana von Ver.di Hamburg: „Gerade hat ein Teil der Belegschaft eine Absenkungskröte im Bereich der Triebwerksüberholung geschluckt, da kriegen die nächsten die Pistole auf die Brust gesetzt. Das alles in einem Konzern, der schwarze Zahlen schreibt und in der Öffentlichkeit immer noch ein hohes Ansehen genießt.“ Ver.di sei weiterhin bereit, über die Zukunft der Flugzeugüberholung zu verhandeln. Es müsse aber eine „langfristige und substanzielle Beschäftigungssicherung“ gewährleistet werden, so Fontana.

Die Gewerkschaft fordert eine Bestandssicherung mit einer Laufzeit von fünf Jahren für die Sparte. Dies lehnt der Vorstand von Lufthansa Technik ab. Er sei zwar zu einer Beschäftigungssicherung für die betroffenen Mitarbeiter bereit, gegebenenfalls jedoch auch außerhalb der Flugzeugüberholung, hieß es aus Unternehmenskreisen.