Razzia

Hamburger Bahnticket-Bande hochgenommen

Festnahme eines Beschuldigten in Norderstedt

Festnahme eines Beschuldigten in Norderstedt

Foto: Bundespolizei

Kriminelle kauften von Hamburg aus Online-Fahrkarten mit gestohlenen Kreditkartendaten. Mindestens 200.000 Euro Schaden.

Hamburg/Stuttgart.  Bundespolizisten haben am Mittwochmorgen sechs Häuser im Raum Hamburg und zwei Objekte in Stuttgart durchsucht. Die Durchsuchungsbeschlüsse richteten sich gegen zehn Personen. Den drei Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, als Kopf einer Bande Onlinetickets der Deutschen Bahn mit betrügerisch erlangten Kreditkartendaten erworben und weiterverkauft zu haben. Für den Betrug wurde hauptsächlich ein Internetcafé in Hamburg genutzt.

Haftbefehle wurden gegen zwei Beschuldigte erlassen. Während der Haftbefehl gegen einen der beiden Beschuldigten in Norderstedt (Kreis Segeberg/Schleswig-Holstein) vollstreckt werden konnte, hält sich die zweite Person laut Mitteilung der Bundespolizei derzeit mit unbekanntem Aufenthaltsort im Bundesgebiet auf. Nach dem Mann wird gefahndet.

Mindestens 200.000 Euro Schaden

Der entstandene Schaden summiert sich laut Bundespolizei auf 200.000 Euro. Darüber hinaus steht die Gruppe im Verdacht, sich durch verschiedene Warenkreditbetrügereien Konsumgüter in einem hohen fünfstelligen Gesamtwert ergaunert zu haben.

An den Einsätzen im Raum Hamburg und Stuttgart waren 130 Bundespolizisten beteiligt. "Mit den Maßnahmen konnten wir weiteren Vermögensschaden von den Verkehrsunternehmen abwenden und zugleich zeigen, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum für Betrüger ist“, sagte der Leiter der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle, Polizeioberrat Markus Pfau.

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden ein Ermittlungsverfahren gegen die Gruppe wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges eingeleitet.