FDP Hamburg

Müller-Sönksen kandidiert gegen Suding für den Bundestag

Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Hamburger FDP, Katja Suding, bekommt unerwartet Konkurrenz

Die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Hamburger FDP, Katja Suding, bekommt unerwartet Konkurrenz

Foto: dpa

Kurz vor der geplanten Kür von Katja Suding zur FDP-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl kommt ein Gegenkandidat aus der Deckung.

Hamburg.  Die Hamburger FDP ist immer für eine Überraschung gut: Unmittelbar vor der für heute geplanten Kür von Parteichefin Katja Suding zur Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl kommt ein Gegenkandidat aus der Deckung: Burkhardt Müller-Sönksen.

„Gespräche mit Parteifreunden und Hamburgern haben mich darin bestärkt, meine Erfahrungen und Bekanntheit noch einmal in den Dienst unserer Partei zu stellen und mich als Spitzenkandidat zum Deutschen Bundestag zu bewerben“, teilte der 57 Jahre alte Rechtsanwalt mit. Müller-Sönksen saß bereits von 2005 bis 2013 für die Liberalen im Bundestag. Seit 2014 ist er Abgeordneter in der Bezirksversammlung Eimsbüttel.

„Nicht gegen Frau Suding, sondern für die FDP“

Zusammen mit der früheren Landesvorsitzenden Sylvia Canel, die von 2009 bis 2013 ebenfalls im Bundestag saß, bildete Müller-Sönksen über viele Jahre den Gegenpol zum Lager um Katja Suding. Die 40-Jährige hatte die FDP 2011 als Spitzenkandidatin zurück in die Bürgerschaft geführt, ist seitdem Fraktionsvorsitzende und löste Canel 2014 auch als Parteichefin ab. Da Suding zudem stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP ist, will sie nun den nächsten Schritt gehen – Richtung Bundestag.

„Ich kandidiere nicht gegen Frau Suding, sondern für die FDP“, sagte Müller-Sönksen dem Abendblatt. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass vielen Liberalen die Machtkonzentration auf Suding ein Dorn im Auge ist. Die Versammlung im Bürgerhaus Wilhelmsburg dürfte daher spannend werden.