Hamburg

Fast die Hälfte der Schulanfänger kann nicht schwimmen

Schwimmunterricht an einer Schule (Symbolfoto)

Schwimmunterricht an einer Schule (Symbolfoto)

Foto: picture alliance / dpa

Trotz Verdoppelung der Unterrichtsstunden im Schwimmen ist die Bilanz nach drei Jahren ernüchternd. Angestrebtes Ziel klar verfehlt.

Hamburg. Die Zahlen sind weiter alarmierend: Fast jedes zweite Hamburger Kind kann zu Beginn der Grundschule nicht schwimmen. Das betrifft immerhin 48 Prozent der Erstklässler zu Beginn des Schuljahres 2015/16, wie die Schulbehörde am Sonntag bekannt gab. Drei Jahre zuvor waren es "nur" 42 Prozent gewesen. Damit mehr Kinder schwimmen lernen, ist die Zahl der Schwimmunterrichtsstunden in den Grundschulen seit dem Sommer 2014 verdoppelt worden.

Ernüchternde Bilanz nach drei Jahren

Das Ziel war ehrgeizig. 95 Prozent der Kinder sollten nach Ende ihrer Grundschulzeit schwimmen können. Doch die Bilanz nach drei Jahren ist ernüchternd. Im Schuljahr 2012/2013 konnten den Angaben der Schulbehörde zufolge 81 Prozent der Kinder nach Ende ihrer Grundschulschulzeit schwimmen, drei Jahre später waren es 87 Prozent.

Die angestrebte Steigerung auf 95 Prozent wurde demnach verfehlt. Es stimme „nachdenklich, dass auch mit dem doppelten Einsatz an Lernstunden und Personal die 2006 festgelegten Zielzahlen nicht erreicht wurden“, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD).