Hamburg

Grünen-Politikerin gegen Leistungstest für Erstklässler

Hamburg. Die Grünen lehnen die von der CDU-Opposition geforderten Leistungsüberprüfungen schon am Ende der ersten Klasse ab. „Ein auf Leistung getrimmter Erstklässler-Test kann nicht der richtige Weg sein“, sagte die Grünen-Schulpolitikerin Stefanie von Berg. Die stellvertretende CDU-Bürgerschaftsfraktionschefin Karin Prien hatte die Überprüfung vorgeschlagen, damit Defizite beim Lesen, Schreiben und Rechnen frühzeitig erkannt und abgebaut werden können.

Hintergrund sind die Daten einer Studie des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ) zur Lage der Stadtteilschulen. Daraus ergibt sich, dass zehn von den durchschnittlich 22 Schülern der fünften Klassen an Stadtteilschulen den Mindeststandard in Mathematik nicht erreichen. Von Berg hält es für sinnvoller, die Daten des IfBQ zunächst genau zu analysieren und dann mit den Stadtteilschulen gemeinsam funktionierende Lösungen zu entwickeln. „Einseitige Schnellschüsse helfen nicht weiter“, sagte die Grünen-Politikerin.

Allerdings kann sich von Berg vorstellen, den Kermit-Test („Kompetenzen ermitteln“), mit dem der Lernstand der Kinder erhoben werden soll, vom Ende auf den Beginn der zweiten Klasse vorzuverlegen, wie es bereits in der fünften Klasse der Fall ist. „Die Zeit, die man dadurch gewinnt, können die Lehrerinnen und Lehrer nutzen, um auf die Stärken und Schwächen in ihren Schulklassen einzugehen“, so von Berg.