Autobahn

A7-Sperrung aufgehoben – weitere Baustellen plagen Hamburger

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Am Wochenende wird es eng auf der A7 (Archivbild)

Am Wochenende wird es eng auf der A7 (Archivbild)

Foto: Michael Arning / HA

Die A7 nördlich von Schnelsen war wegen des Deckelbaus in der Nacht komplett dicht. Weitere Verkehrsbehinderungen in der Stadt.

Hamburg. Autobahn 7 gesperrt, Baustellen im gesamten Stadtgebiet – und das zum Start der Herbstferien, die auch noch von einem Chaos am Hamburger Flughafen begleitet wurden. Zusätzlich müssen einige Züge des Metronom wegen kranker Lokführer ausfallen und neu geplant werden. Das sind die wichtigsten Beeinträchtigungen des Hamburger Verkehrs im Einzelnen:

Der Beginn der Herbstferien in Hamburg und Schleswig-Holstein sorgte am Sonnabend am Hamburger Flughafen für einen großen Ansturm. Mit dem Beginn der A7-Sperrung ab 21 Uhr am Sonnabend hatte sich die Verkehrslage noch verschärft. Die Vollsperrung wurde am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr wie geplant aufgehoben, sagte ein Sprecher des Baukonsortiums zum Ausbau der A7, Via Solutions Nord.

A7-Sperrung wegen Brückenabrisses

Weil bei der nördlich von Schnelsen gelegenen Brücke „Nordersteder Straße“ ein Gerüst installiert werden musste, wurde die A7 am Sonnabend ab 21 Uhr bis Sonntagmorgen voll gesperrt. Zwischen den Anschlussstellen Schnelsen-Nord und Kaltenkirchen ging dann nichts mehr. Hintergrund ist die Errichtung des Autobahndeckels. Auch die Anschlussstellen Quickborn und Henstedt-Ulzburg waren damit gesperrt. Auf den Umgehungsstraßen sei es aber nicht zu den befürchteten Staus gekommen.

Baustellen in Hamburg

In der City ist der Wallringtunnel zwischen Glockengießerwall und Deichtorplatz bis Montagmorgen in beiden Richtungen gesperrt. Der Lessingtunnel ist ohnehin dicht. Die Langenhorner Chaussee ist zwischen Fibigerstraße und Segeberger Chaussee in beiden Richtungen bis Ende Oktober gesperrt.

Eine der großen Verkehrsknotenpunkte Hamburgs ist ebenfalls dicht: Der Klosterstern wird verkehrsbehindernd umgebaut. Hintergrund ist der barrierefreie Ausbau der U-Bahn-Station Klosterstern mit einem Fahrstuhl. In dem Zusammenhang muss auch der Verkehr neu geordnet werden. Außerdem ist die Alsterdorfer Straße derzeit Einbahnstraße zwischen Wilhelm-Metzger-Straße und Hindenburgstraße in Richtung Bebelallee – bis Mitte Dezember.

ADAC fordert Baustellenkoordinator

Der ADAC forderte unterdessen einen einheitlichen Baustellenkoordinator für ganz Norddeutschland. Dieser müsste für Autobahnen und wichtige Bundesstraßen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Teilen von Mecklenburg-Vorpommern zuständig sein, sagte der verkehrspolitische Sprecher des ADAC-Hansa, Carsten Willms.

Er lobte grundsätzlich die Baumaßnahmen in Hamburg. Die Stadt gebe jährlich mehr als 70 Millionen Euro für den Straßenbau aus. „Das ist ein gutes Signal“, meinte Willms. Das langfristig geplante Großprojekt A7-Ausbau werde auch sehr gut koordiniert. Was fehle, sei die Abstimmung mit kurzfristigen Maßnahmen, die wie die Instandsetzung der A1 nach Kassenlage vorgenommen würden. Zuvor hatte bereits der Auto Club Europa (ACE) die mangelnde Koordination der Baustellen in der Metropolregion Hamburg kritisiert.

( ras/HA/dpa )

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