Billig-Flieger

Easyjet will in Hamburg wachsen – Frankfurt-Flüge angedacht

Ein Jet der Fluglinie Easyjet (Symbolbild)

Ein Jet der Fluglinie Easyjet (Symbolbild)

Foto: Imago

Der Billigflieger setzt auf die Metropolen Berlin und Hamburg. 29 Ziele vom künftigen Airport Hamburg Helmut Schmidt.

Berlin.  Der britische Billigflieger Easyjet setzt beim angepeilten Wachstum in Deutschland auf die Metropolen Berlin und Hamburg. In der Hauptstadt verstärkt das Unternehmen seine Präsenz und erweitert seine Flotte ab November um eine auf elf Maschinen. „Der Fokus ist Berlin“, sagte Deutschland-Chef Thomas Haagensen der Nachrichtenagentur Reuters. Zum Winterflugplan wolle man in Schönefeld um 15 Prozent wachsen und so 360.000 zusätzliche Sitzplätze anbieten.

Deutschlandweit flogen im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 7,7 Millionen Passagiere mit Easyjet und sorgten für fünf Prozent Wachstum. Der Marktanteil liege bei drei Prozent im Gesamtmarkt. Man wolle weiterhin Marktanteile gewinnen, eine konkrete Zielmarke dafür gebe es aber nicht, sagte Haagensen. „Wichtiger für uns ist, dass wir stark in Berlin und Hamburg sind.“

Den Flughafen in Fuhlsbüttel fliegt Easyjet seit 2005 an. Kräftig ausgeweitet wurde das Angebot mit der Eröffnung einer Basis im März 2014. Zunächst wurden zwei Jets hier stationiert, ein gutes halbes Jahr später ein dritter. Mit dem Sommerflugplan in diesem Jahr kamen mit Zürich, Pula (Kroatien) und Olbia auf Sardinen drei neue Ziele hinzu, sodass insgesamt 29 Destinationen vom baldigen Flughafen Helmut Schmidt angeflogen werden. Rund 100 Mitarbeiter sind an der Elbe beschäftigt. Haagensen hält perspektivisch Frankfurt für ein interessantes Ziel, beklagt aber die hohen Gebühren. „Unsere Konsolidierung und unser Wachstum in Berlin und Hamburg sind noch nicht fertig.“ Dies habe Vorrang, bevor man andere Standorte in Deutschland eröffne.