Stellingen

ADAC warnt vor neuen Staus

Matthias Popien

Baustellen auf Kieler Straße und Grindelberg. CDU: „Katastrophale Koordinierung“

Stellingen.  „Wer unternimmt eigentlich was, damit der Verkehr auf Hamburgs Straßen durch die vielen Baustellen nicht zum Erliegen kommt?“, fragt die Stadt in einem Faltblatt – und liefert die Antwort gleich mit. Die KOST ist es – die Koordinierungsstelle für Baumaßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen. Seit gut 30 Jahren gibt es sie, und immer mal wieder fragt man sich, ob sie tatsächlich etwas unternimmt.

So auch jetzt: Von Montag an wird gleichzeitig auf zwei Haupteinfahrtsstraßen gearbeitet – auf der Kieler Straße und auf dem Grindelberg. „Das ist eine katastrophale Koordinierung“, sagt Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Man kann doch nicht zwei parallele Straßenzüge gleichzeitig mit Baustellen blockieren.“ In der Verkehrsbehörde, der die KOST zugeordnet ist, sieht man die Sache natürlich anders. „Die KOST hat die Baustellenpläne geprüft und festgestellt, dass es zu keinen Kollisionen kommt“, sagt Behördensprecher Richard Lemloh.

Der ADAC ist da nicht so sicher. „Wir erwarten, dass es am Montag knifflig und stauintensiv wird“, sagt Sprecher Hans Duschl. Auf der Kieler Straße wird für 1,9 Millionen Euro die Fahrbahn erneuert. Deshalb stehen von Montag an nur zwei (statt drei) Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. An den Wochenenden (von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 5 Uhr) ist es sogar nur eine. Die Arbeiten zwischen Eimsbütteler Marktplatz und Sportplatzring sollen am 14. November beendet sein. Wenn alles klappt. Die Verkehrsbehörde: „Die Arbeiten sind sehr knapp terminiert und witterungsabhängig, daher kann es zu Terminverschiebungen kommen.“

Auf dem Grindelberg werden bis zum 14. November die Fuß- und Radwege erneuert, die Radwege werden teilweise auf die Fahrbahn verlegt.

( pop )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg