Anzeige
Bierausstellung

Kein Bier ohne Alster

Gastwirtschaft und Frühstückslokal Passel am Rödingsmarkt in Hamburg. Fotopostkarte um 1900, Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte: "Kein Bier ohne Alster Hamburg" - Brauhaus der Hanse 7, vom September 2016 bis 12. März 2017

Gastwirtschaft und Frühstückslokal Passel am Rödingsmarkt in Hamburg. Fotopostkarte um 1900, Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte: "Kein Bier ohne Alster Hamburg" - Brauhaus der Hanse 7, vom September 2016 bis 12. März 2017

Foto: SHMH

Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wurde nirgends soviel Bier produziert wie in Hamburg – mehr im Museum für Hamburgische Geschichte.

Wussten Sie, wie der Alstersee entstanden ist? Der Fluss wurde angestaut, um Getreidemühlen für die Bierproduktion zu betreiben. Denn ab 1235 wurde hier das für die Bierproduktion benötigte Malz geschrotet.

Das "Brauhaus" der Hanse

Während im Mittelalter Lübeck als das "Kaufhaus" der Hanse galt und Köln als das "Weinhaus", so sprach man von Hamburg als dem "Brauhaus" der Hanse. Und das mit gutem Grund: Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurden in Hamburg mehr als 500 Brauhäuser gezählt. Das Brauen von Bier und die Entwicklung der Stadt Hamburg sind untrennbar miteinander verbunden. Das Hamburger Bier wurde zu einem der wichtigsten Exportgüter der Stadt, das vor allem in die Niederlande, aber auch nach Frankreich, England, Jütland und sogar Island verschifft wurde.

Bunte Ausstellung bis 12.März

Unter dem Titel "Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse" zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte jetzt eine Ausstellung, die sich umfassend und vielseitig dem Thema widmet. Zahlreiche Originalobjekte, schriftliche Quellen, Modelle und inszenatorische Elemente – eine Hausbrauerei und eine Böttcherei – zeichnen die Entwicklung des Bierbrauens in Hamburg nach. Die Rohstoffe, die für das mittelalterliche Bierbrauen erforderlich waren, werden vorgestellt, genauso wie die Brauutensilien und die Trinkgefäße.

Exklusiv gebrautes Bier

Und die Ausstellung bietet noch viel mehr: Historische Bierreklame, Flaschen und Etiketten verdeutlichen den Aufschwung, den die Bierproduktion im 19.Jahrhundert nahm, nachdem sie durch die Auflösung der Hanse im 17.Jahrhundert zurückgegangen war. Darüberhinaus hat die Störtebeker Braumanufaktur ein Hamburger Rauchweizenbier nach mittelalterlicher Rezeptur gebraut, das man im Museumsshop kaufen und im Café trinken kann.

Spezielle Führungen

Besondere Führungen wenden sich darüber hinaus an ausgewählte Gruppen: So gibt es – gerade, aber nicht nur – für Familien mit Kindern ab fünf Jahren die Führung "Bier für Kinder?! Wie sah das Leben in Hamburg im Mittelalter aus?". Außerdem gibt es Touren in Deutscher Gebärdensprache. Mehr darüber und über die Ausstellung finden Sie hier und in einem extra eingerichteten Online-Dossier.

Bierverköstigung mit Biersommelière

Zum Feinschmecker können Sie auch werden: An ausgewählten Terminen gibt es eine Bierverköstigung, es gibt Führungen mit dem Themenschwerpunkt "Vom Brauhaus der Hanse zur industriellen Bierherstellung", einen Streifzug durch St.Pauli und vieles mehr. Die Ausstellung läuft bereits und ist täglich zwischen 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Sonntag sogar bis 18 Uhr. All das im Museum für Hamburgische Geschichte am Holstenwall 24. Prost!