Ex-Kanzler

Helmut Schmidts Urwald am Brahmsee geht an die Stiftung

Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki genießen im August 1982 ihren Urlaub am Brahmsee

Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und seine Frau Loki genießen im August 1982 ihren Urlaub am Brahmsee

Foto: picture-alliance / dpa / picture-alliance / dpa/DPA

Vor 40 Jahren kaufte das Ehepaar Schmidt das Feld in Schleswig-Holstein. Tochter Susanne hat nun die Übertragsurkunde unterzeichnet.

Hamburg.  Das Grundstück von Helmut und Loki Schmidt neben ihrem Wochenendhaus am Brahmsee in Schleswig-Holstein geht an die Loki-Schmidt-Stiftung. Ihre Tochter Susanne Schmidt hat am Mittwoch in einem Hamburger Notariat die Übertragungsurkunde unterschrieben, teilte die Loki-Schmidt-Stiftung mit.

„Das ist auch ein gewaltiger Vertrauensbeweis in die Arbeit der Loki-Schmidt-Stiftung, ihrer Unterstützer und Mitarbeiter“, sagte Geschäftsführer Axel Jahn. „Es ist aber auch eine wichtige Naturfläche, die unsere deutschlandweit verteilten Stiftungsflächen fantastisch ergänzt.“

Loki und Helmut Schmidt nannte die Naturfläche ihren „Urwald“

1976 hatten die Schmidts das siebeneinhalb Hektar brachliegende Roggenfeld gekauft. Der Plan von Naturschützerin Loki Schmidt: Fortan sollte hier allein die Natur bestimmen, ohne Eingriff des Menschen. Parallel dokumentierte Loki Schmidt, die 2010 starb, den Wandel mit Aufzeichnungen, teilweise unterstützt durch Studenten der Universität Kiel.

Das Feld verschwand schnell, ein Wald begann sich zu entwickeln. Der ehemalige Bundeskanzler und die Naturschützerin sprachen von ihrem „Urwald“, der am Brahmsee heranwuchs. „Es geht um Natur in ihrer ungeschönten Dynamik“, sagte der Hamburger Biologe Hans-Helmut Poppendieck, der das Grundstück seit langem kennt.

Die Loki-Schmidt-Stiftung kauft, gestaltet und pflegt seit über 30 Jahren Grundstücke für den Naturschutz, damit selten gewordene Pflanzen und auch Tiere dort überleben können.