Neuallermöhe

Frau hält Schwimmer für Ertrinkenden und löst Großeinsatz aus

Neuallermöhe. Die Suche nach einem vermeintlich untergegangenen Badegast im Allermöher See hat am Mittwoch einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und DLRG ausgelöst. Eine Zeugin hatte die Feuerwehr gegen 16.15 Uhr alarmiert. Sie wollte einen angeblich hilflosen Mann gesehen haben, der mit den Armen ruderte und unterging.

Sieben Feuerwehrtaucher suchten das Wasser nach dem angeblich Vermissten ab, auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ war bei der Aktion im Einsatz. Gegen 19 Uhr wurde die Suche aber ergebnislos abgebrochen. Nach der Befragung weiterer Zeugen gingen die Retter davon aus, dass die Augenzeugin einen Badegast gesehen hatte, der im „Schmetterlingsstil“ schwamm, und dass sie diesen mit einem Ertrinkenden verwechselte. Am Ufer seien keine Handtücher übrig geblieben, die auf eine vermisste Person hätten hindeuten können. Erst Anfang Juni waren zwei 17 Jahre alte Flüchtlinge, von denen einer aber schon länger in Deutschland gelebt haben soll, im Allermöher See ertrunken.

Nach Angaben der DLRG kommt es bei Flüchtlingen vergleichsweise häufig zu Badeunglücken. 2015 seien bundesweit 27 Flüchtlinge ertrunken. Das sei gemessen an 488 Badetoten im gesamten Jahr „sehr viel“. Besonders Geflüchtete aus Nordafrika hätten oft keine oder kaum Schwimmerfahrung.