Halstenbek

Unfallserie im Norden: Retter im Dauereinsatz

Vier Zusammenstöße in nur fünf Stunden sorgten für Staus auf der Autobahn 23

Halstenbek. Zahlreiche Unfälle haben auf den Autobahnen im Norden insgesamt mehrere Verletzte gefordert. Polizei und Rettungsdienst waren im Dauereinsatz. Besonders betroffen war die Autobahn 23, die von Hamburg nach Heide führt und von vielen Pendlern benutzt wird. Dort sorgte eine Unfallserie mit mehreren Verletzten am Dienstag für Sperrungen und Staus. Nach Angaben eines Sprechers der Autobahnpolizei gab es im Laufe des Tages zwischen Rellingen und Lägerdorf insgesamt vier Unfälle. Am Morgen hatte zunächst ein Unfall an der Anschlussstelle Halstenbek/Rellingen gegen 8.40 Uhr zu einer Vollsperrung der Autobahn geführt. Die Ursache war laut Polizei ein Auto, das zu langsam auf die Autobahn einscherte. In Folge bremsten mehrere Fahrzeuge stark ab, drei fuhren ineinander. Zwei Frauen wurden verletzt, eine von ihnen schwer.

Die Autobahn war in Fahrtrichtung Norden bis etwa 11 Uhr komplett gesperrt. Weil ein Rettungshubschrauber landen musste, waren auch die Spuren in Richtung Süden für 30 Minuten gesperrt. Gegen 12 Uhr ereignete sich zwischen den Anschlussstellen Hohenfelde und Lägerdorf ein weiterer Unfall an einer Tagesbaustelle. Wieder wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Norden voll gesperrt. Fünf Fahrzeuge waren beteiligt. Infolge des Unfalls bildete sich ein etwa fünf Kilometer langer Rückstau.

Wenige Minuten später ereigneten sich an diesem Stauende zwei weitere Unfälle mit insgesamt drei Fahrzeugen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, einige von ihnen so schwer, dass erneut der Rettungshubschrauber zum Einsatz kam.

Bereits am Montagabend war ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn 7 bei Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) schwer verletzt worden. Der 52 Jahre alte Fahrer war in die Außenschutzplanke in Fahrtrichtung Norden geraten, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Die Polizei vermutete, dass der Lastwagen überladen gewesen sein könnte. Die Bergungsarbeiten auf der Autobahn dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Dafür musste auch die Autobahn vorübergehend gesperrt werden. Die Vollsperrung Richtung Norden konnte erst am Dienstag gegen 8 Uhr wieder aufgehoben werden.