24-Stunden-Reportage

Eiskaltes Geschäft

Rund zwei Dutzend Eiswagen sind derzeit auf den Straßen in Hamburg und im Umland unterwegs. Livotto junior in Ahrensburg ist mit zehn Wagen der größte Anbieter. Die etwa 30 Saisonarbeiter kommen nicht mehr aus Italien, sondern größtenteils aus Portugal. Daneben gibt es einige kleinere Anbieter wie Salvatore Tomarchio.

Die rollenden Eisdielen könnten schon bald ganz aus dem Straßenbild verschwinden. Neue Genehmigungen nach dem Hamburgischen Wegerecht erteilen die Bezirke nicht mehr. Nur bereits bestehende Lizenzen für den Straßeneisverkauf werden jährlich verlängert.

Das innerstädtische Geschäft wird immer schwieriger, auch wegen zunehmender Verkehrs­behinderungen. Deshalb weichen viele Verkäufe auf das Umland aus oder steuern gezielt Gewerbe- und Industriegebiete an. In ländlichen Regionen wie Pinneberg, Wedel, Quickborn oder Ahrensburg läuft der Eisverkauf aus dem Wagen noch besser.

Jeder Deutsche aß im Jahr 2015 durchschnittlich 7,9 Liter Speiseeis, Tendenz steigend. In Hamburg gibt es laut Handelskammer 214 Eisdielen. Die Konkurrenz für die Eiswagen ist also groß. Bei der Handwerkskammer Hamburg sind derzeit 22 Speiseeishersteller angemeldet.