Sterbebegleitung

Neues Hospiz in Blankenese kann 2017 bezogen werden

Es gibt bereits Anfragen für das
Emmaus Hospiz

Es gibt bereits Anfragen für das Emmaus Hospiz

Foto: SEHW Architekten GmbH

Grundsteinlegung und Richtfest gefeiert. Das neue Emmaus Hospiz bietet zehn Menschen auf ihrem letzten Lebensweg einen Platz an.

Hamburg.  Es klang fast zu gut, um wahr zu sein. Dem Blankeneser Hospizverein gelang es, für das neue Emmaus Hospiz einen Standort direkt hinter der Kirche zu finden, mitten in einer wohlwollenden Nachbarschaft. Dazu gab es einen Sponsoren, der das Grundstück und einen Teil der ersten Etage im angrenzenden Ärztehaus stiftete. Doch das Pech hat die Initiatoren des Projekts beim Bauen eingeholt. Decken hielten nicht, was sie versprachen. Der Altbau sorgte an vielen Stellen für Ärger. „Es gab zahlreiche Probleme“, erinnerte sich Clarita Loeck.

Loeck ist Vorsitzende des Blankeneser Hospizvereins und hat einen Großteil dazu beigetragen, dass derzeit im Hamburger Westen das erste christliche Hospiz entsteht. Aufgrund der Baupro­bleme wurden kurzerhand die Grundsteinlegung und das Richtfest zusammengelegt. Beides wurde nun mit etwa 100 Gästen gefeiert. Das Gebäude in der Godeffroystraße 29 wird aber nicht, wie einst geplant, im Herbst fertig sein. ­Loeck rechnet mit einem Bezug des neuen Emmaus Hospizes Anfang 2017. Auch die Baukosten fallen aus dem einst geschätzten Rahmen. Sie liegen um 700.000 Euro höher und damit bei 4,5 Millionen Euro. Der Löwenanteil wird durch Spenden geschultert. Derzeit fehlen noch 465.000 Euro. Die Initiatoren sind zuversichtlich, dass sie die Summe finanziert bekommen.

Das neue Emmaus Hospiz in Blankenese bietet zukünftig zehn Menschen auf ihrem letzten ­Lebensweg einen Platz an. Die Initiatoren sind überzeugt, dass ihr Konzept aufgehen wird. Bereits jetzt gebe es Anfragen, sagt Clarita ­Loeck. „Wir wissen, dass man sehr auf uns ­wartet.“