alsterdorf

Der Bereitschaftspolizei fehlen 112 Beamte

alsterdorf. Die Hamburger Bereitschaftspolizei muss regelmäßig verstärkt werden, um bei Großeinsätzen voll einsatzfähig zu sein. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator hervor. Der Grund: Der Bereitschaftspolizei fehlt mehr als eine Hundertschaft an Personal.

Laut Senatsantwort sind 881 Polizisten vorgesehen. Tatsächlich verfügt die Bereitschaftspolizei lediglich über 769 Polizisten. „112 fehlende Beamte sind kein Pappenstiel, sondern ein echtes Defizit. Das Schlimme ist, dass nicht ein temporärer Engpass zu dem Fehlen der Beamten geführt hat. Es ist ein Dauerzustand“, sagte Gladiator dem Abendblatt. „Die Anfrage hat ergeben, dass auch in den Vorjahren bei der Bereitschaftspolizei Beamte in vergleichbarer Größenordnung fehlten.“ Die Kleine Anfrage ergab auch, dass die Bereitschaftspolizei dauerhaft in größerem Umfang beim Objektschutz, beispielsweise vor dem Generalkonsulat der USA, aushelfen muss. Bis zu 31 Beamte pro Tag werden dafür gebraucht. Die Zahl der Überstunden, die die Beamten im Laufe der Jahre angesammelt haben, wird Stand Mai mit 164.608 angegeben.

Eingesetzt wird die Bereitschaftspolizei hauptsächlich im kleineren Rahmen. Von den 7484 Einsätzen im vergangenen Jahr wurden 6696 in der Stärke einer Gruppe, der kleinsten Einheit, absolviert. 583 Einsätze gab es in Stärke eine Zuges, 184 in Stärke einer Hundertschaft. Lediglich zu 21 Einsätzen rückte die gesamte Bereitschaftspolizei aus.

Trotz der Belastung und der Personaldefizite sind die Beamten offenbar hochmotiviert. Der Krankenstand liegt in diesem Jahr bei bislang 6,4 Prozent. Das ist der niedrigste Wert der vergangenen Jahre. Zum Vergleich: Die Quote in der gesamten Hamburger Verwaltung liegt bei 8,6 Prozent.