Wetter

Der Juni in Hamburg – der Monat der Wetterextreme

Ein Tornado, extreme Regenschauer und wenig Sonne: Das außergewöhnliche Wetter in Hamburg und wie es weitergeht.

Hamburg. Zu viel Regen, zu wenig Sonne gab es im Juni. Und wie der Sommer in Hamburg begann, so bleibt er vorerst auch: wechselhaft und feucht. Dabei waren die Temperaturen mit gemittelt 17,3 Grad Celcius durchaus höher als in den Vorjahren. Zudem war es damit in der Hansestadt sogar etwas wärmer als im Rest Deutschlands (17 Grad).

Peter Schwarz, Meteorologe vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation sagt: „Richtiger Hochsommer mit Badewetter ist dennoch nicht in Sicht.“ Auch am heutigen Donnerstag bleibt es bedeckt, Schauer sind wahrscheinlich. Etwas mehr Sonne und weniger Regen soll es dann am Freitag geben. Schwarz: „Doch am Sonnabend wird es wohl wieder mehr regnen. Mit etwas Glück klart es allerdings zum Abend auf.“ Fußball-Fans, die an dem Tag das Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien (Anpfiff ist um 21 Uhr) im Freien sehen wollen, sollten dennoch Regenschirm und Pullover einstecken. Schwarz: „Die Temperaturen können am Abend auf bis zu 15 Grad abkühlen.“ Mit diesem wechselhaften, feuchten Wetter werde voraussichtlich auch die kommende Woche starten.

Große Wetterunterschiede in der Stadt

So wechselhaft das Wetter im Juni war, so unterschiedlich war es auch innerhalb der Stadt. Frank Böttcher, ebenfalls Meteorologe vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation, sagt: „Im Nordosten Hamburgs war der Juni mit etwas mehr als 210 Litern Niederschlag pro Quadratmeter der nasseste seit Jahren.“ Gebeutelt war der Nordosten auch mit einem anderem Wetterextrem: am 7. Juni zog, entstanden in einer Gewitterzelle, ein Tornado unter anderem über Tonndorf, Farmsen und Rahlstedt.

Währendessen war es etwa im Zentrum der Stadt trocken und warm. Dort fiel im Juni auch allgemein deutlich weniger Regen. 130 Liter pro Quadratmeter waren es, am trockensten war es im Südosten der Stadt. So wurden in Curslack etwa 100 Liter Niederschlag auf einen Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich: Im Bundesschnitt waren es 115 Liter pro Quadratmeter.

Schuld an dem vielen Regen sind laut Schwarz unter anderem die geringen Druckunterschiede. Er sagt: "Das bedeutet in der Folge auch weniger Wind." Zusammen mit der hohen Feuchtigkeit in der Luft sei ein Resultat häufige Regenschauer.