Helgoland-Hamburg

MS „Helgoland“ startet nun doch nicht von Hamburg

Die „Helgoland“ bietet Platz für zehn Container und 1060 Passagiere

Die „Helgoland“ bietet Platz für zehn Container und 1060 Passagiere

Foto: Peter Andryzak

Seit dem Winter fährt das Schiff von Cuxhaven aus auf die Hochseeinsel. Die Hamburg-Anbindung scheiterte an Sicherheitsbedenken.

Hamburg/Cuxhaven.  Seit Winter ist das neue Helgoland-Schiff der Cuxhavener Reederei Cassen Eils erfolgreich im Einsatz. Doch die ursprünglich auch für Hamburg geplanten Abfahrten wird es zunächst nicht geben, teilte eine Reedereisprecherin jetzt auf Anfrage mit. Die MS „Helgoland“ fährt ab Cuxhaven und transportiert Fracht sowie bis zu 1060 Passagiere auf Deutschlands einzige Hochseeinsel. Anders als bei den früheren Seebäderschiffen müssen die Fahrgäste nicht mehr ausgebootet – also mit offenen Börte-Booten vom Ankerplatz zur Insel gebracht werden, denn das Schiff legt direkt im Fährhafen an.

Fahrten am Wochenende waren geplant

Ursprünglich wollte die Reederei mit der neuen und rund 30 Millionen teuren MS „Helgoland“ an alte Traditionen anknüpfen und am Wochenende im Sommer auch von Hamburg aus nach Cuxhaven fahren. Doch dazu gab es jetzt von der Hamburg Port Authority (HPA) keine Genehmigung. Grund: Das Passagierschiff müsste über Nacht an den Landungsbrücken liegen, um am nächsten Tag wieder über Cuxhaven nach Helgoland zu fahren. Doch aus „Sicherheitsgründen“ werde allen Fahrzeugen ein regelmäßiges Liegen über Nacht an den Landungsbrücken nicht erlaubt, heißt es bei der HPA.

Ausnahmen gebe es nur zum Hafengeburtstag oder für Gastschiffe. Für die Reederei hätte das bedeutet, dass sie die MS „Helgoland“ nach ihrer Ankunft in Hamburg über Nacht in einen anderen Teil des Hafens hätte verholen müssen. Dazu würde man wegen längerer Arbeitszeiten eine zusätzliche Crew benötigen, was den Stopp in Hamburg zu teuer machen würde, so die Reedereisprecherin. Bis auf Weiteres werde es daher keine Fahrten mit der MS „Helgoland“ von Hamburg aus geben.

Die rund 30 Millionen teure MS „Helgoland“ gilt als sehr modernes Schiff, für dessen Design aber die traditionellen Seebäderschiffe der 50er- und 60er-Jahre Pate standen. Als eines der weltweit ganz wenigen Schiffe wird es beispielsweise mit verflüssigtem Erdgas (LNG) angetrieben, bei dem erheblich weniger Schadstoffe in die Luft geblasen werden als mit herkömmlichem Treibstoff. Der Passagierbereich erstreckt sich über drei Decks mit acht Salons. Es gibt ein Bordrestaurant, das Feinschmeckerrestaurant Knieper, ein Sonnendeck und eine Skybar, die in einer Art Atrium untergebracht ist. Im vorderen Laderaum kann die MS „Helgoland“ zehn Container laden. Zum Laden und Löschen hat sie einen eigenen Kran.