Chemieunglücke

Neue Schadstoff-Software für die Hamburger Feuerwehr

In Hamburg rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr so häufig aus wie nie. Hier ist sie im Einsatz bei einem Feuer in Bramfeld

In Hamburg rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr so häufig aus wie nie. Hier ist sie im Einsatz bei einem Feuer in Bramfeld

Foto: Michael Arning / HA

Die Software kann die Ausbreitung von Schadstoffwolken für einen Zeitraum von bis zu vier Stunden im Voraus exakt berechnen.

Hamburg. CT-Analyst heißt das Programm, dessen neueste Version jetzt bei der Feuerwehr im Rahmen des Bevölkerungsschutzes eingesetzt wird. Die in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, dem Naval Research Laboratory (NRL) in Washington D.C und der Innenbehörde entwickelte Software ist in der Lage die Ausbreitung von Schadstoffwolken, beispielsweise bei Chemieunglücken, aber auch bei Terroranschlägen, für einen Zeitraum von bis zu vier Stunden im Voraus exakt zu berechnen. Dabei werden auch Variablen wie das Wetter oder die Topografie einbezogen.

Ganz neu ist das System nicht. Bereits 2012 war die Software nach zwei Jahren Entwicklungszeit im Rahmen eines Pilotprojektes von der Innenbehörde übernommen worden. Damals war das System, gerade bezüglich der Topografie, auf den Hamburger Innenstadtbereich ausgelegt gewesen. Dafür war unter anderem ein Modell der Hamburger Innenstadt für Versuche im Windkanal gebaut worden. Mittlerweile wurden auch Erhebungen und Gebäude aus dem restlichen Hamburg in die Software eingepflegt.

Mit CT-Analyst werden bereits große US-Metropolen wie New York oder Washington D.C. geschützt. In Europa ist es noch einzigartig.

( zv )

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