Hamburg

Insolvenzverfahren über Hersteller von Bambus eröffnet

Die Verbindlichkeiten sollen laut Insolvenzverwalter Christoph Morgen mindestens 28 Millionen Euro betragen.

Hamburg. Das Amtsgericht Hamburg hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen des börsennotierten deutsch-chinesischen Bambusherstellers Asian Bamboo AG mit Sitz in Hamburg eröffnet. Die Verbindlichkeiten sollen laut Insolvenzverwalter Christoph Morgen mindestens 28 Millionen Euro betragen. Er habe das Unternehmen „umfassend geprüft“, so Morgen. Die Vermögensverhältnisse seien „vollkommen intransparent“. Zudem verweigerten die Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften jegliche Kooperation und Unterstützung.

Ermittlungen hätten ergeben, „dass erhebliche Anzeichen dafür sprechen, dass die Tochtergesellschaften den Geschäftsbetrieb eingestellt haben und über kein nennenswertes Vermögen mehr verfügen“, so Morgen. Es sei nicht einmal klar, ob jemals gesicherte Rechte an Bambusplantagen bestanden haben. Den Anteilseignern der Asian Bamboo AG stehe nun ein „kompletter Ausfall ihrer Investition“ bevor. Mit dabei ist laut Morgen die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), eine Tochter der staatlichen Förderbank KfW. Die Telefonnummer von Asian Bamboo in Hamburg ist nicht mehr geschaltet.