Syrienkrieg

Hamburger starb als Kämpfer für den IS in Syrien

Der Hamburger soll bereits vor sechs Monaten bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen sein (Symbolbild)

Der Hamburger soll bereits vor sechs Monaten bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen sein (Symbolbild)

Foto: Stringer / REUTERS

Wie der Verfassungsschutz bestätigte, ist erneut ein junger Hamburger in Syrien ums Leben gekommen.

Hamburg. In der Hansestadt hatte er als Verkäufer gearbeitet. Jetzt sprengte sich der Hamburger in Syrien für den „Islamischen Staat“ in die Luft. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge verübte Asif N., 20, bereits im März in Shaddadi ein Selbstmordattentat für die Terrormiliz.

Der junge Mann ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes einer von 20 Hamburgern, die für die Terroristen bislang ihr Leben ließen. Der „Islamische Staat“ hatte bereits am 15. März verkündet, dass Asif N. alias Abu Umar al-Almani sein Leben gelassen habe. Die 15.000-Einwohner-Stadt Shaddadi liegt in der nordsyrischen Region al-Hasaka. Weite Teile stehen dort unter IS-Kontrolle.

Behörden zufolge soll der Hamburger bei Kämpfen verletzt worden sein

Den deutschen Behörden zufolge soll Asif N. bei Kämpfen zunächst verletzt worden sein. Er habe sich dann freiwillig für ein Selbstmordattentat gemeldet. Der „IS“ verkündete hinterher: „Der Ritter Abu Umar al-Almani hat sein mit Sprengstoff beladenes Gefährt in einer Ansammlung abtrünniger Kurden und ihrer Unterstützer gesprengt.“ Mehrere Menschen seien getötet und verletzt worden.

Schon im Dezember 2015 war über Asif N. berichtet worden. Damals hatte das BKA eine Terrorwarnung über ihn herausgegeben, weil er ein Bundeswehr-Camp im Irak angreifen wollte. Der Ex-Verkäufer aus Hamburg war 2014 nach Syrien gereist.