Hamburg

Demonstranten fordern mehr Wohnraum statt Flüchtlingsabschiebung

Hamburg. Mit einer bunten Protestparade haben mehrere Hundert Demonstranten am Sonnabendnachmittag Innenstadtbesucher und Touristen überrascht. Unter dem Motto „Das Recht auf Stadt hat keine Obergrenze! Eine andere Planung ist möglich“ bewegte sich der Umzug mit acht bunt geschmückten Fahrzeugen, mobilen Baugerüsten und Spruchbändern vom Karolinenplatz über den Sievekingplatz, Johannes-Brahms-Platz zum Valentinskamp, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Weitere Kundgebungen gab es auch am Gänsemarkt, am Jungfernstieg und auf dem Rathausmarkt.

Zum abschließenden Hearing am Axel-Springer-Platz kamen etwa 800 Teilnehmer. „Es ist für uns eine große Freude, dass auch so viele Flüchtlinge aus verschiedenen Erstaufnahmen gekommen sind“, sagte Niels Boring von Recht auf Stadt. Hamburg habe immer noch kein Konzept „für bezahlbares, gutes und nachhaltiges Bauen“, sondern „den sozialen Wohnungsbau zum Investorenförderprogramm gemacht“, so die Initiativen. Sie plädierten für eine „Stadt des Ankommens“. Technokratische Lösungen für die Flüchtlinge, wie die Stadt sie vorsehe, würden nicht helfen. Die Ressourcen der Flüchtlinge müssten genutzt werden, um nun eine neue Vision von Stadt zu entwickeln, hieß es.