Flughafen Hamburg

Mann soll Krankenwagen im Einsatz zugeparkt haben

Der Abflugbereich am Hamburger Flughafen

Der Abflugbereich am Hamburger Flughafen

Foto: imago

Ein 72-Jähriger soll am Flughafen einen Rettungswagen zugeparkt haben. Die Notärzte hatten einen Herzinfarktpatienten im Wagen.

Hamburg. Bereits am 13. März soll ein 72 Jahre alter Autofahrer am Hamburger Flughafen mit seinem Fahrzeug einen Rettungswagen, der mit eingeschaltetem Blaulicht und gesetztem linken Blinker aus einer Haltebucht losfahren wollte, zugeparkt haben. Nun muss sich der Mann ab kommenden Dienstag vor Gericht wegen Widerstands gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen und Beleidigung verantworten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Gegen 10 Uhr soll der Mann mit seinem Fahrzeug im Bereich des Abflugterminals am Flughafen den Rettungswagen überholt und dann so dicht vor diesem angehalten haben, dass der Rettungswagen nicht losfahren konnte. Die Einsatzkräfte hatten einen wegen eines Herzinfarktes in akuter Lebensgefahr befindlichen Patienten im Fahrzeug und wollten zum nächsten Krankenhaus fahren. Der Fahrer des Einsatzfahrzeuges habe daraufhin das Martinshorn eingeschaltet und die Hupe gedrückt, so der Bericht weiter.

Fahrer umarmte in aller Ruhe seine Tochter

Der Angeklagte soll dann aus seinem PKW gestiegen sein und auf der Beifahrerseite „in aller Ruhe“, wie es im Bericht der Staatsanwaltschaft heißt, seine Tochter umarmt haben, die ebenfalls aus dem Auto ausgestiegen war.

Dabei soll sich der Mann die Ohren zugehalten haben und anschließend kopfschüttelnd zur Fahrerseite seines PKW zurückgegangen sein. Er soll dem Fahrer des Notarztwagens zudem einen Vogel gezeigt haben und schließlich betont langsam aus der Haltebucht gefahren sein.

Durch den entstandenen Zeitverlust erhöhte sich die Lebensgefahr des im Rettungswagen befindlichen Patienten, der den Notfall nach ärztlicher Behandlung überlebte.