Hamburg

Hamburger schickt Pornobilder an LKA-Ermittler

Hamburg. Dass er es statt mit einer Zwölfjährigen in Wirklichkeit mit einem Polizeibeamten zu tun hatte, ahnte Walled G. offenbar nicht, als er in dem Chatportal „chatroom2000“ die Teilnehmerin „LauraStuttgart“ kennenlernte. Sodann verschickte er laut Anklage mehrere Pornobilder an das vermeintlich junge Mädchen. Doch der hinter dem Aliasnamen stehende verdeckte Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg überführte den Hamburger schließlich als mutmaßlichen Täter.

Seit Donnerstag muss sich Walled G. unter anderem wegen versuchten
sexuellen Kindesmissbrauchs vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten acht Straftaten vor, die er zwischen Ende März und Ende Mai vergangenen Jahres begangenen haben soll. Neben dem Versenden von Pornobildern an die vermeintlich minderjährige „LauraStuttgart“ ist von weiteren Taten die Rede.

So soll Walled G. auch über den Internetmessenger KIK ein pornografisches Bild unaufgefordert an einen unbekannten Teilnehmer verschickt haben. Außerdem habe der Angeklagte ein jugendpornografisches Bild auf seinem USB-Stick gespeichert gehabt, heißt es in der Anklage.

Zum Prozessauftakt ließ der Angeklagte durch seinen Verteidiger ankündigen, dass er am kommenden Verhandlungstag ein Teilgeständnis ablegen wolle. Der Prozess wird am 10. Juni fortgesetzt.