Hamburg

So sehen sich die Menschen in unserer Stadt: Das ist Hamburg!

„So tickt Hamburg“, so lautet seit über zweieinhalb Jahren der Titel dieser Kolumne. Nach 125 verschiedenen Themen ist es an der Zeit, einmal ein Fazit zu ziehen und festzuhalten, wie wir Hamburger denn nun ticken.

Das Wichtigste hierbei zuerst: Die große Mehrheit der Bevölkerung in unserer Stadt schaut persönlich hoffnungsvoll in die Zukunft. Insbesondere zwischenmenschliche und soziale Themen werden hierbei optimistisch gesehen – sei es bei der Bedeutung der Familie, der Nachbarschaft oder des Generationenzusammenhalts, überall erwarten rund neun von zehn Hamburgern eine positive Entwicklung.

Aber es gibt auch Sorgenbereiche in unserer Stadt. So haben viele Angst vor weiteren Wirtschaftskrisen und befürchten eine zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft in Arm und Reich, womit auch die Sorge um eine mögliche Verringerung des eigenen Lebensstandards einhergeht. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, wie wichtig die Themen Sicherheit, Beständigkeit und Verlässlichkeit den allermeisten sind. So zum Beispiel bei der Bekämpfung der Kriminalität, bei der Altersabsicherung oder der Arbeitsplatzgarantie.

Unsere Stadt beschreiben die allermeisten ihrer Bürger als weltoffen, abwechslungsreich und lebenswert. Mehrheitlich sind die Hamburger kulturell interessiert, betätigen sich regelmäßig sportlich und unternehmen oft und gerne etwas mit Freunden. Zu kurz kommt bei vielen dagegen die Zeit für sich selbst – besonders zum Ausruhen, Faulenzen, Nichtstun oder für persönliche Hobbys. In punkto Liebe bleibt Hamburg weiterhin die Onlinedating-Hauptstadt Deutschlands, und fast zwei Drittel der Bewohner erwarten sogar, dass sich zukünftig noch mehr durch E-Love verlieben.

Und wenn schon nicht im Fußball, dann sind wir Hamburger zumindest in Sachen Urlaub Deutscher Meister: Wir verreisen öfter, länger und weiter und geben auch mehr Geld für die besten Wochen des Jahres aus als die übrige deutsche Bevölkerung. Einen hohen Stellenwert haben aber auch das Flanieren und Bummeln durch die Innenstadt, Einkaufscenter und all die kleinen Geschäfte in den Stadtteilen. So überrascht es kaum, dass die große Mehrheit auch lieber vor Ort einkauft als im Internet, selbst wenn zukünftig von mehr Onlineeinkäufen ausgegangen wird.

Und was kann nun als Fazit festgehalten werden? Die Hamburger sind sich der gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen bewusst, jedoch resignieren sie nicht, sondern sind bereit mitzuhelfen, zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen, damit Hamburg auch morgen die schönste Stadt der Welt ist. Eine Stadt, mit der man sich identifiziert und in der man sich wohlfühlt. In diesem Sinne: Auf eine positive Zukunft, Hamburg!

PS: Mit dieser Ausgabe endet meine Kolumne über das Leben in Hamburg. In Zukunft werde ich einmal monatlich über ein aktuelles Thema in unserer Stadt schreiben. Den Anfang macht im Juni das Thema „Flüchtlinge“.