Hamburg

Vier Männer wegen Manipulation von Geldautomaten verhaftet

Ein Magnetstreifenleser, der von den Verdächtigen eingesetzt wurde

Ein Magnetstreifenleser, der von den Verdächtigen eingesetzt wurde

Foto: Polizei Hamburg

Fahndungserfolg von LKA, Bundeskriminalamt und bulgarischen Sicherheitsbehörden. Betrüger agierten möglicherweise international.

Hamburg.  Das Hamburger Landeskriminalamt (LKA) hat in Zusammenarbeit mit bulgarischen Sicherheitsbehörden und dem Bundeskriminalamt vier Männer dingfest gemacht, die im Verdacht stehen, professionell Geldautomaten in Hamburg manipuliert und Kundendaten gesammelt zu haben. Dies teilte die Polizei Hamburg am Freitag mit. Drei der Tatverdächtigen stammen aus Bulgarien, der vierte ist Kanadier. Laut Polizei handelte der Nordamerikaner offenbar unabhängig von den drei anderen Verdächtigen.

Einer der Bulgarier sei auf frischer Tat in St.Georg festgenommen worden, als er die Technik für das sogenannte Skimming an einem Geldautomaten abbaute, so die Polizei. Zuvor habe er seinen beiden Komplizen, die in einem Audi vor dem Automaten saßen, die Bankdaten übermittelt.

Kanadier in Wandsbek festgenommen

Der Wagen des Trios wurde beschlagnahmt. Zudem wurde in der Wohnung der Verdächtigen in St. Georg weitere Skimmingtechnik sowie Bankdaten samt PIN-Nummern sichergestellt. Das LKA prüft derzeit, ob das Trio für weitere Taten im Zusammenhang mit Geldverfügungen in Vietnam verantwortlich sein könnte.

In einer Postfiliale in Wandsbek wurde zudem ein kandischer Staatsbürger festgenommen, der sich offenbar professionelle Skimmingtechnik aus Bulgarien nach Hamburg hat schicken lassen. Die vier Männer wurden dem Haftrichter zugeführt.