Hamburg

Öger-Tours-Zentrale wird zum Apartmenthotel umgebaut

Hamburg.  Die Hotellerie in Hamburg boomt. Allein in diesem Jahr werden sechs neue Häuser in der Hansestadt eröffnet.Eines davon liegt in Groß Borstel an der Sportallee in Flughafennähe. Das Besondere: Es ist kein Neubau, sondern die ehemalige Öger Tours-Zentrale. Dort wo früher Reisen verkauft wurden, sollen ab August 2016 im „appartello“ in 76 Studios und Appartements die ersten Gäste übernachten.

Noch arbeiten hier aber die Handwerker auf Hochtouren: Wände werden eingezogen, Leitungen und Böden verlegt, sämtliche Fenster ausgetauscht und eine Klimaanlage eingebaut. Die Fassade soll noch einen neuen Anstrich erhalten, und Ende Mai werden die Möbel geliefert.

Die Betreiber sind keine Unbekannten in der Branche: Frank Pentzin führt das familieneigene Vier-Sterne-Superior Alsterkrug Hotel, das nur wenige Meter von dem neuen Haus entfernt liegt. Sein Geschäftspartner Heiko Fuhlendorf ist der Inhaber der Heikotels, die inzwischen mit vier Häusern in Hamburg vertreten sind: „Natürlich ist die Konkurrenz groß. Deshalb bieten wir auch ein Produkt an, das es so zumindest im Hamburger Norden noch nicht gibt“, sagt Fuhlendorf. Das Angebot richte sich vor allem an Langzeitgäste, die hier ein komfortables Zuhause auf Zeit finden sollen.

Das „appartello“ ist ein Apartmenthotel. Die 50 Studios sind zwischen 30 und 40 Quadratmeter groß, und neben Küchenutensilien finden die Gäste hier auch eine Mikrowelle, Kaffeemaschine sowie Wasserkocher.

Die 26 Apartements mit einer Größe von bis zu 55 Quadratmetern haben ein separates Schlafzimmer und eine voll ausgestattete Küche: „Wir setzen auf Kunden, die beruflich bedingt für mehrere Wochen oder auch mal Monate bei uns wohnen. Aufgrund des großen Platzangebotes sind die Appartements natürlich auch perfekt für den Aufenthalt mit der ganzen Familie. Unsere Gäste genießen stets den Komfort einer kleinen Wohnung, müssen aber auf Hoteldienstleistungen nicht verzichten“, sagt Frank Pentzin.

Bei einem Mindestaufenthalt von einer Woche soll ein Studio ab 69 Euro pro Nacht kosten. Wer beispielsweise für 28 Tage ein Appartement mietet, bezahlt ab 79 Euro pro Nacht. Die Hoteliers streben eine Drei-Sterne-Superior-Klassifizierung durch den Dehoga für ihr Haus an.

Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt, außerdem gibt es eine Lounge mit Terrasse sowie einen Fitnessraum. Ein Frühstücksbüfett suchen die Gäste vergebens: „Wir bieten stattdessen eine große Auswahl an frisch belegten Bagels, Tramezzini oder Croissants an. Unsere Gäste verzehren nur das, was sie möchten oder nehmen es „to go“. Alles ganz unkompliziert“, sagt Betreiber Pentzin.

Die Leitung des Apartmenthotels an der Sportallee übernimmt Sabine Armbrecht als Gastgeberin. Armbrecht hatte bislang im Atlantic Kempinski an der Alster als Assistentin der Geschäftleitung gearbeitet.