Neustadt

Umsatzsteuerbetrüger müssen für bis zu acht Jahre ins Gefängnis

Neustadt. Mehr als zehn Monate dauerte der Prozess gegen die vier Hintermänner, die den Staat im großen Stil um die Umsatzsteuer betrogen haben. Jetzt hat das Landgericht die Täter für bis zu acht Jahre ins Gefängnis geschickt, wegen „versuchter und vollendeter bandenmäßiger Umsatzsteuerhinterziehung“, teilte die Finanzbehörde mit. Maßgeblichen Erfolg daran hatte die Ermittlungsgruppe Cunibert von Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft.

Sie ermittelte, dass die Angeklagten ein Geflecht aus Scheinfirmen im In- und Ausland aufgebaut hatten. Über sie ließen sie fingierten Rechnungen über angebliche Lieferungen von Nickel- und Kupferkathoden laufen, um so Umsatzsteuerbetrügereien zu begehen. Im Oktober 2014 ließ die Hamburger Steuerfahndung die kriminelle Bande auffliegen. Im gesamten Bundesgebiet wurden daraufhin Immobilien durchsucht und erhebliche Vermögenswerte beschlagnahmt, darunter ein Lamborghini, Uhren und Gold.

Zwei der Täter seien noch am Durchsuchungstag verhaftet, so die Finanzbehörde. Im Zuge der weiteren Ermittlungen seien weitere Verhaftungen in Hamburg und Polen erfolgt.