Mühlheim

Ver.di: Edeka plant Stellenabbau nach Tengelmann-Übernahme

Mit der Übernahme von Tengelmann plant Edeka offenbar einen massiven Stellenabbau

Mit der Übernahme von Tengelmann plant Edeka offenbar einen massiven Stellenabbau

Foto: dpa

Auf der Schließungsliste stehen laut Gewerkschaft auch das Logistikcenter und die Regionalverwaltung im niederrheinischen Viersen.

Mühlheim.  Mit der Übernahme der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann plant Edeka offenbar einen massiven Stellenabbau in Nordrhein-Westfalen. Laut der Gewerkschaft Ver.di sollen mehr als ein Drittel der 4600 Arbeitsplätze wegfallen und rund die Hälfte der NRW-Supermärkte in Netto-Discounter umgewandelt werden.

„Das ist alles andere als Beschäftigungssicherung“, sagte Ver.di-Handelssekretär Heino Georg Kaßler. Die Sicherung von 98 Prozent der 16.000 Beschäftigten von Kaiser’s Tengelmann hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) aber als zentrale Bedingung für seine Ministererlaubnis für die Fusion formuliert.

Laut Ver.di will Edeka das Dienstleistungszentrum in Mülheim komplett schließen und den 424 Mitarbeitern dort keine Weiterbeschäftigung anbieten. Auf der Schließungsliste stehen laut Gewerkschaft auch das Logistikcenter und die Regionalverwaltung im niederrheinischen Viersen. 61 der 129 Kaiser’s Tengelmann-Supermärkte will Edeka laut Ver.di auf das Netto-Konzept umstellen, das einen nur halb so großen Personalbedarf hat. Edeka wollte sich zu den Plänen auf Nachfrage des Abendblatts nicht äußern.