Hamburg

Filmstar Peter Lohmeyer unterstützt Fußballprojekt

Martin Blüthmann mit Peter Lohmeyer
und Hannes Nöllenheidt (v. l.)

Martin Blüthmann mit Peter Lohmeyer und Hannes Nöllenheidt (v. l.)

Foto: Michael Rauhe / HA

„Kick-it United“ bringt ein mobiles Spielfeld zu Flüchtlingen. Auch der Schauspieler Peter Lohmeyer macht mit.

Hamburg.  Fußball ist eine universelle Sprache. Sie schlägt Brücken zwischen den Nationen und Kulturen. Genau das – Integration durch Sport – wollen die Hamburger Hannes Nöllenheidt und Martin Blüthmann mit ihrem ehrenamtlichen Fußball-Projekt „Kick-it United“ in Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEA) fördern.

Die sportliche Fachkompetenz steuert der Hochschulsport Hamburg bei

Sie touren mit einer mobilen Street-Soccer-Anlage durch derzeit fünf Flüchtlingsheime, darunter die Zentren in der Dratelnstraße in Wilhelmsburg, am Flagentwiet in Schnelsen oder Neuland II in Harburg. Gemeinsam mit den Bewohnern baut das Team, darunter viele Studenten, das 13 Meter breite und 20 Meter lange Fußballfeld auf – täglich aufs Neue. Denn bislang gibt es nur ein Fußballfeld, weitere sollen folgen.

Rund 60 Minuten dauert es, bis aus 1,6 Tonnen losem Material stabile Banden und Torvorrichtungen entstanden sind. „Das ist harte körperliche Arbeit“, sagt Hannes Nöllenheidt, der die Idee 2015 zusammen mit seinem Freund entwickelte. Die Bewohner helfen gerne mit – immerhin verspricht das Fußballfeld Ablenkung, Aktivität und zwischenmenschlichen Kontakt.

Besonders bei ihrer Hauptzielgruppe, den 19- bis 40-jährigen Männern, gebe es jede Menge angestaute Energie, die sie beim Fußballspiel abbauen könnten, sagt Blüthmann. Sobald die Netze im Tor gespannt sind, stehen die ersten Spieler auf dem Feld, umringt von Zuschauern. „Wir wollen, dass die Bewohner untereinander ihre Berührungsängste abbauen“, sagt Nöllenheidt. Dazu müsse er manchen etwas auf die Sprünge helfen: In der Unterkunft an der Schnackenburgallee etwa habe er zwei Teams, die je aus Syrern und Afghanen bestanden, kurzerhand durchgetauscht.

Die sportliche Fachkompetenz steuert der Hochschulsport Hamburg bei. Die Einrichtung animiert nicht nur Studenten sich einzubringen, sie stellt mit Leibchen und Bällen zudem Ausrüstung zur Verfügung. Auch der leidenschaftliche Hobbyfußballer und Schauspieler Peter Lohmeyer („Das Wunder von Bern“) gehört zu den Unterstützern des Projekts. „Man muss sich um seine Stadt kümmern und die Menschen, die hier eine Heimat finden wollen, willkommen heißen.“

Langfristig wünschen sich die Initiatoren die Anschaffung weiterer Soccer-Anlagen. Mehrere Stiftungen unterstützen das Projekt bereits, das Team sucht aber sowohl weitere Sponsoren wie auch Freiwillige, die mithelfen. Infos gibt es per E-Mail an Nöllenheidt unter hannesluca@aol.com oder telefonisch unter 040/88 110 88.