Schifffahrt

Hamburgs Flotte wird auf Flüssiggas umgerüstet

Die Boote von Feuerwehr und Polizei
sollen umweltfreundlicher werden

Die Boote von Feuerwehr und Polizei sollen umweltfreundlicher werden

Foto: picture alliance

Die städtischen Boote sollen umweltfreundlicher werden. In sieben Jahren könnten Dieselmotoren der Vergangenheit angehören.

Hamburg.  Die städtische Schiffsflotte soll umweltfreundlicher werden. Darauf haben sich SPD und Grüne geeinigt. Die Koalitionspartner haben nun einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, der die Umstellung von Diesel- auf Flüssiggas-Antriebe sowie den Einbau von Rußpartikelfiltern vorsieht. In sieben Jahren könnten dann alle fast 100 städtischen Boote (vom Kleinboot bis zum Küstenstreifboot) umgerüstet sein.

Wegfall der Doppelstrukturen

Künftig soll die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) für den Betrieb der städtischen Flotte verantwortlich sein. Die HPA betreibt rund 30 Schiffe, darunter Bagger-, Versorgungsschiffe oder Eisbrecher. Hinzu kämen dann die Bote der Feuerwehr und Wasserschutzpolizei. Die Feuerwehr hat drei Löschboote sowie 47 Kleinboote, bei der Wasserschutzpolizei sind es 14 Boote. Von der Zusammenführung verspricht sich Rot-Grün den Wegfall von Doppelstrukturen. So wird dann künftig nicht mehr jede einzelne Institution für die Wartung und Reparatur der Schiffe zuständig sein, sondern nur noch die HPA.

Im Antrag der Koalitionspartner heißt es dazu: „Ein zentrales Flottenmanagement erleichtert die Umstellung der Schiffe auf emissionsärmere Antriebe, da die Leistung aus einer Hand erbracht werden kann.“ Außerdem verspricht man sich von der Umstellung auf saubere Antriebe bei städtischen Booten eine Vorbildfunktion für private Schiffsbetreiber. „Die Stadt sollte Innovationstreiber sein“, sagt Joachim Seeler, hafenpolitischer Sprecher der SPD. Für einen starken Hafen spielen nach seiner Überzeugung auch Nachhaltigkeit und Innovation eine immer größere Rolle. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass die HPA seit 2014 ihre Flotte durch emissionsärmere Schiffe und Geräte ersetze.

Für Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks ist die „ökologische Modernisierung der städtischen Flotte ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum grünen Hafen“. „Gerade die stadteigenen Schiffe sollen da mit gutem Beispiel weiter vorangehen. Deshalb sieht unser Antrag den Einbau von modernen Schiffsmotoren und das Nachrüsten mit Rußpartikelfiltern vor – für sauberere Luft im Hafen.“