Bäderland

Rahlstedts Freibad bleibt, Hallenbad wird erweitert

Bäderland will das Hallenbad an der Scharbeutzer Straße erweitern. Im Februar 2018 soll das Bad dann wieder öffnen.

Hamburg. Das Freibad Rahlstedt bleibt. Den Gerüchten über eine drohende Schließung der etwa 30.000 Quadratmeter großen Anlage am Wiesenredder trat die städtische Bäderland GmbH jetzt mit einem klaren Dementi entgegen. Gleichsam nebenbei verkündete sie, dass sie das Rahlstedter Hallenbad an der Scharbeutzer Straße erweitern und auf den neuesten Stand bringen wird. Bäderland investiert zunächst 6,5 Millionen Euro.

„Wir wollen das Angebot in Rahlstedt deutlich aufwerten“, sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel. „Das Hallenbad wird erweitert und saniert, das Freibad in der heutigen Form auch in den nächsten Jahren weiterbetrieben.“ Ein Verkauf am Wiesenredder stehe aktuell nicht zur Diskussion. Es gebe viele Ideen, aber die Beratungen seien noch nicht abgeschlossen.

Anwohner und Politiker wie der Rahlstedter CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke wollen das Freibad auf jeden Fall halten, weil es mit seinen akzeptablen Preisen und seiner Weitläufigkeit vor allem weniger betuchten Menschen aus Großlohe die Urlaubsreise in den Süden ersetzt. Klimke hatte an die soziale Verantwortung der Stadt appelliert.

An der Scharbeutzer Straße soll schon in diesem Jahr der Anbau einer Halle für ein Kursbecken (12,50 mal sieben Meter) beginnen. „Es wird Hamburgs erstes und einziges Kursbecken mit Hubboden, sodass die Wassertiefe variiert und das Becken per Knopfdruck zum Beispiel zum Nichtschwimmer für Schwimmschüler gemacht werden kann“, sagte Dietel.

Die 2017 startende Betonsanierung bringt Einschränkungen mit sich: Von Sommer bis 2017 bis Ende Januar 2018 schließt das Bad. Auch die Vereine müssen auf benachbarte Anlagen ausweichen. Die Betonsanierung sei den 45 Jahren geschuldet, die das Bad jetzt schon stehe und insofern Routine, sagte Dietel. Aber sie sei aufwendig.

Im Februar 2018 soll das dann erweiterte Bad wieder öffnen – mit Kursbecken. Bei entsprechenden Besucherzahlen, die sich durch den Zuzug in die Neubaugebiete ergeben sollen, will Bäderland perspektivisch auch noch ein beheiztes Außenbecken mit 25-Meter-Bahn anbauen, um Trainingsbetrieb bei gleichzeitigem Publikumsverkehr zu ermöglichen. Kostenpunkt: Weitere 3,2 Millionen Euro.