Umwelt

Hamburg pflanzt in diesem Jahr 600 neue Straßenbäume

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Autos fahren in Hamburg-Lokstedt an einer alten Eiche aus den Jahren um 1800 mit einem Stammdurchmesser von über vier Metern vorbei

Autos fahren in Hamburg-Lokstedt an einer alten Eiche aus den Jahren um 1800 mit einem Stammdurchmesser von über vier Metern vorbei

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Senat verdreifacht die Mittel für die Bepflanzung der Straßenränder. Jeder Baum ist in einer interaktiven Karte online zu finden.

Hamburg. Der Senat will mehr für Hamburgs Ruf als grüne Stadt tun. Die Umweltbehörde verdreifacht das Geld für die Nachpflanzung von Straßenbäumen in Hamburg, teilte der rot-grüne Senat am Dienstag mit. Statt 500.000 Euro sollen noch in diesem Jahr bis zu 1,5 Mio Euro für neue Bäume zur Verfügung stehen.

Die gute Nachricht: Mehr als 600 Bäume kommen noch in diesem Frühjahr in die Erde. Ziel sei es, das Defizit bei den Nachpflanzungen spürbar abzubremsen. Einen Überblick über Standort, Baumart, Alter und Besonderheiten gibt das heute vorgestellte Online-Baumkataster, in dem jeder Straßenbaum auf einer interaktiven Karte erfasst ist.

Hier geht es zur interaktiven Karte mit allen Straßenbäumen in Hamburg

„Durch den Bauboom, neue Straßen und Radwege müssen immer wieder Bäume gefällt werden“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Hamburg ist laut dem Senator nach Berlin die grünste Stadt in Deutschland und hat rund elfmal mehr Straßenbäume als beispielsweise Kopenhagen. Auch für die kommenden Jahre bis 2019 sei die Finanzierung zusätzlicher Bäume in Hamburg gesichert.

Hamburgs ältester Baum steht in Harburg

In Hamburg gibt es 240.000 Straßenbäume, davon sind 225.000 Einzelbäume in der neuen Datenbank erfasst. Es handelt sich um mehr als 300 verschiedene Baumarten. Hamburgs ältester Baum insgesamt steht laut Angaben der Stadt in Harburg (Am Neulander Elbdeich) und ist eine 850 Jahre alte Eibe. Wahrscheinlich stammt der Baum aus der Zeit der ersten Eindeichung im 12. Jahrhundert. Der älteste dokumentierte Straßenbaum steht am Albertiweg in Altona: Die Eiche (Quercus robur) wurde im Jahr 1720 gepflanzt. Sie ist mit einem Stammumfang von 5,72 Meter einer der mächtigsten Straßenbäume Hamburgs.

Hamburg verdreifacht die Ausgaben für neue Straßenbäume. Finden Sie das richtig?

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Das Baumkataster hat die Umweltbehörde in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Geoinformation (LGV) und Vermessung erstellt. In der kartenbasierten Anwendung werden die Ergebnisse der Baumprüfungen erfasst und dargestellt. Man kann nach Straßen, Baumarten, Gattung, Pflanzjahr, Stammumfang oder Kronendurchmesser filtern und bis zum einzelnen Baum heranzoomen.

( HA )

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