Multikulti

Immer mehr Ausländer leben in Norddeutschland

Flüchtlinge in Hamburg vor der Erstaufnahme in Bergedorf (Archivfoto)

Flüchtlinge in Hamburg vor der Erstaufnahme in Bergedorf (Archivfoto)

Foto: picture alliance / dpa

Viele Flüchtlinge sind nach Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Nicht alle sind geblieben.

Hamburg.  Rekord beim Zuzug von Ausländern: 2015 haben sich die Zahlen der Nichtdeutschen, die in den Norden gekommen sind teilweise verdoppelt. Das melden die Statischtischen Landesämter aus Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Demnach zogen im vergangenen Jahr nach Hamburg 44.000 Ausländer, 26.000 verließen die die Hansestadt allerdings auch wieder. Somit ist die Zahl der Neu-Hamburger ohne deutschen Pass um 18.000 gestiegen. Das sind 21 Prozent mehr als 2014.

Zahlen haben sich in den Ländern verdoppelt

Auch nach Niedersachsen zogen im selben Zeitraum 183.000 Menschen ohne deutschen Pass. 105.000 Zuwanderer blieben. Nur Anfang der 90er Jahre seien noch mehr gekommen, so eine Statistikerin im Landesamt in Hannover. Der Zuzug sei vor allem durch die Schutz suchenden Flüchtlinge zu erklären.

So auch in Schleswig-Holstein. Dort kamen 2015 rund 46.000 Menschen, von denen 31.000 im Norden blieben. Damit habe sich die Zahl verdoppelt – wie auch in Mecklenburg-Vorpommern. Dort gibt es 18.000 neue Bewohner ohne deutschen Pass. 8000 haben das Bundesland wieder verlassen.

( fre/dpa )

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