Hamburg

Kaffeekapselverbot in Behörden sorgt für weltweites Medienecho

Hamburg.  Kein Kaffee mehr aus Kapseln in Hamburger Behörden. Denn das seien drei Gramm Müll auf sechs Gramm Kaffee und der sei kaum recycelbar. Das ordnete Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) kürzlich an – und löste damit nicht nur bei Umweltfreunden Begeisterung, sondern auch ein weltweites Medienecho aus.

So fragt unter anderem die BBC aus England in einem ausführlichen Artikel sinngemäß „gibt es ein ernstes Problem bei Kaffeekapseln?“ – und findet eine Reihe Argumente dafür. Auch die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet über die Öko-Maßnahmen der „großen Hafenstadt in Norddeutschland“ sowie Medien aus Spanien, Finnland und CNN aus den USA.

Umweltsenator Jens Kerstan und sein Sprecher Jan Dube sind mittlerweile international gefragte Interviewpartner. Jens Kerstan sagt zum Medienrummel um den Behördenkaffee: „Das hat mich überrascht, aber auch gefreut.“ Doch nicht nur die Medien hätten das Thema für sich entdeckt. Auch die EU, große Städte und kleine Kommunen im In- und Ausland interessieren sich für die Ideen aus der Hansestadt. Kerstan: „Wenn wir hier Vorreiter sind und uns andere folgen, dann ist das eine tolle Sache und fördert Hamburgs Ruf als lebenswerte und nachhaltige Metropole.“

Das Kaffeekapsel-Verbot ist ein Bestandteil des 150 Seiten starken Kriterienkatalogs, der vom Senat im Januar verabschiedet wurde und die ökologischen Standards festlegt, nach denen sich Einkauf und Auftragsvergabe richtet. Das gilt beispielsweise auch für Wandfarben oder Kopierer.