Hamburg

Gewerkschaft fordert vom Senat mehr Polizisten

Hamburg. Mit klaren Forderungen im Gepäck hat die Führungsspitze der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Innensenator Andy Grote (SPD) ihren Antrittsbesuch abgestattet. Mehr Personal und eine attraktivere Bezahlung verlangen die Gewerkschafter von der Stadt. Bei den Forderungen stand ausgerechnet Grotes sozialdemokratischer Amtskollege Stefan Studt aus Schleswig-Holstein Pate.

Der hatte kürzlich 500 zusätzliche Stellen bei der dortigen Landespolizei bis zum Jahr 2023, verbesserte Beförderungsmöglichkeiten, die Verkürzung der Wochenarbeitszeit und ein besseres Einstiegsgehalt nach der Ausbildung angekündigt. Das hätte Joachim Lenders, Landesvorsitzender der DPolG, auch gern für Hamburg.

Zudem mahnt er eine bessere Bezahlung des Schichtdienstes an. „Ich erwarte von Innensenator Andy Grote, dass sich die Rahmenbedingungen für die Hamburger Polizei, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage, endlich nachhaltig und durchgreifend verbessern“, so Lenders. „Angesichts der anstehenden Herausforderungen, der jetzt schon hohen Belastung und immer neuen Aufgaben ist das dringend geboten.“

Sorgen bereiten dem Gewerkschafter höhere Einstiegsgehälter in den umliegenden Bundesländern. „Die Polizei Hamburg bekommt ihren Nachwuchs ja kaum aus der Stadt, sondern vor allem aus dem restlichen norddeutschen Bereich. Jetzt bieten sich dort bessere Bedingungen für Berufsanfänger bei der Polizei. Wenn man hier nicht schnell nachjustiert, wird man nicht mehr den Nachwuchs rekrutieren können, den die Hamburger Polizei dringend benötigt“, glaubt Lenders.

Das eineinhalbstündige Gespräch mit Grote in dessen Büro in der Innenbehörde verlief laut Lenders in einer „guten Atmosphäre“. Konkrete Zusagen gab es aber nicht.