Virus

Zahl der Windpockenfälle in Hamburg fast verdoppelt

Insgesamt wurden in Hamburg im vergangenen Jahr 524 Infektionen mit dem Virus gemeldet, fast 200 mehr als im Jahr zuvor.

Hamburg. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Windpockenfälle in Hamburg massiv angestiegen. 2015 wurden 524 Infektionen mit der hochansteckenden Virus-Krankheit gemeldet, im Jahr zuvor waren es mit 327 fast 200 weniger. Das meldet die Krankenkasse IKK classic unter Berufungen auf Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts.

Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten, Jugendliche und Erwachsene können sich ebenfalls mit dem Virus anstecken. Bei ihnen verläuft die Erkrankung oft schwerer als bei Kindern. Komplikationen sind bei ansonsten gesunden Patienten insgesamt selten. Für die Krankheit verantwortlich sind so genannte Varizella-Roster-Viren, die neben Windpocken auch eine Gürtelrose auslösen können.

Impfung gegen das Virus zahlt die Kasse

Antibiotika helfen bei Erkrankung nicht, da diese nur gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren wirken. Entsprechend können nur die Symptome der Windpocken behandelt werden. Die von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlene Impfung gegen Windpocken bezahlt die Krankenkasse.

Windpocken gehören zu den meldepflichtigen Infektionskrankheiten.