Bahrenfeld

Verlängerung des A-7-Deckels in Altona kostet 193 Millionen Euro

Bahrenfeld. Die Entscheidung darüber, ob in Altona für die Autobahn 7 ein etwas mehr als zwei Kilometer langer Lärmschutztunnel errichtet wird, steht unmittelbar bevor. Am Freitag tagte nach Informationen des Abendblatts im Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) eine hochrangige Runde der rot-grünen Koalition, der Wirtschaftsbehörde und des Bezirksamts, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Dabei sei man sich grundsätzlich einig gewesen, in Altona eine längere Variante zu errichten. Jetzt gehe es darum, dass der Bezirk erste Bebauungspläne vorbereite.

Im Rahmen des Ausbaus der A 7 von sechs auf acht Spuren plant das dafür zuständige Bundesverkehrsministerium die Errichtung eines 730 Meter langen Lärmschutztunnels. Hamburg möchte gern den Tunnel auf bis zu 2300 Meter verlängern. Das dafür von der Stadt zu investierende Geld soll durch den Verkauf von an der Verkehrstrasse liegenden Grundstücken aufgebracht werden. Diese könnten für den Wohnungsbau genutzt werden.

Der NDR 90,3 berichtete am Freitag, einem Gutachten der Wirtschaftsbehörde zufolge kostet die Verlängerung bis zu 193 Millionen Euro. Darin seien alle Kostensteigerungen enthalten, auch die für 2020 erwarteten Baupreise. Die Behörde sprach auf Nachfrage von einer Kostenfortschreibung verschiedener Varianten. Die Unterlage diene der Entscheidungsfindung des Senats. Berücksichtigt würden die beschlossenen Tunnelprojekte in Schnelsen und Stellingen sowie die Anforderung, kostenstabil zu bauen. Bislang gehen die Planungen für Altona davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss 2018 vorliegt. Mit dem Bau könnte im Jahr 2020 begonnen werden. Als Bauzeit wurden rund vier Jahre angesetzt.