Hamburg

Trotz Schnee und gefrierender Nässe: Verkehrschaos bleibt aus

Hamburger Polizei bezeichnet Lage als relativ entspannt. Am Wochenende wird es milder, Mitte nächste Woche könnte es wieder schneien

Hamburg.  Die in der Nacht zu Freitag über Hamburg hinweggezogene Schneefront hat weniger Probleme verursacht als befürchtet. Zwar hatte es für Hamburg keine Unwetterwarnung gegeben wie für Niedersachsen, doch der Deutsche Wetterdienst hatte vor Frost, Glatteis, Schneeverwehungen und Sturmböen gewarnt.

Aufgrund dessen rückten Einsatzkräfte der Hamburger Stadtreinigung bereits am Donnerstagabend aus, um Knotenpunkte wie die Köhlbrandbrücke präventiv abzustreuen. Als wie vorhergesagt der Schneefall am späten Abend einsetzte, wurden weitere 100 Streufahrzeuge losgeschickt. Gegen ein Uhr waren schließlich 900 Mitarbeiter mit 350 Fahrzeugen im Räum- und Streueinsatz.

Die Hamburger Polizei berichtete am Freitagabend von einer nur leicht erhöhten Zahl von Verkehrsunfällen – Stand 17 Uhr wurden 120 Unfälle registriert. Dass die Witterung nicht zu mehr Unfällen führte, könnte an der relativ verkehrsarmen Woche liegen: Viele Hamburger befänden sich noch im verlängerten Feiertagsurlaub, so ein Sprecher. Erst für Montag rechnet die Polizei mit einem erhöhten Verkehrsstrom in der Stadt.

Am Wochenende ist nach Angaben von Niklas Weise vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg eher ruhiges Winterwetter zu erwarten. Vorsicht ist allerdings nach wie vor nachts geboten. Bei Temperaturen von bis zu minus drei Grad kommt es zu Frost und überfrierender Nässe, der derzeit tauende Schnee könnte Straßen und Gehwege glatt machen. Der Sonnabend wird freundlich bei zwei bis drei Grad. Am Sonntag trübt sich das Wetter voraussichtlich etwas ein: Regen bei fünf Grad, am Nachmittag könnte die Wolkendecke auflockern und Sonnenschein durchlassen.

Derweil erwartet die Hamburger ein weitaus ungemütlicherer Wochenanfang. Grund hierfür ist das herannahende Sturmtief „Carolina“. Wie stark dieses ausfällt, ist allerdings noch nicht absehbar, wie Wetterexperte Niklas Weise erklärt: „Möglich sind kräftiger Schneefall, Sturmböen oder auch Schneeregen. Welches Ausmaß das Tief annehmen wird, hängt von seinen Zugbahnen in den nächsten Tagen ab.“

Der allgemeine Wettertrend für die nächste Woche weist in Richtung Winter: Die Temperaturen sacken ab, der nächtliche Frost bleibt – ab Mittwoch könnte es wieder schneien.