St. Pauli

Polizei durchsucht bei Razzia Autos von Hells Angels

St. Pauli. Erneute Razzia der Soko Rocker: In der Nacht zum Freitag stürmten mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte der Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei die Gaststätten „The other Place“ und „Champion Coffee“ an der Davidstraße und an der Silbersackstraße. Beide gelten als Treffpunkte der Rockergruppe Hells Angels. „An der Silbersackstraße wurden in dem Lokal acht Mitglieder der Gruppe festgestellt“, sagt Hauptkommissar Andreas Schöpflin. Dazu durchsuchten sie auch die in der Nähe geparkten Fahrzeuge der Männer. In einem Smart und einem 7er BMW entdeckten die Beamten jeweils ein Messer. In einem Mercedes wurde ein Teleskopschlagstock sichergestellt, der unter das Waffenverbot fällt. In dem Fall leitete die Polizei ein Strafverfahren ein.

Die von der Polizei festgesetzten Rocker wurden noch während der etwa zweistündigen Aktion wieder auf freien Fuß gesetzt und mit zeitweiligen Platzverboten belegt. An der Aktion waren rund 50 Polizisten beteiligt.

Bereits in der Nacht zuvor hatte die Polizei mehrere Hells Angels überprüft, die mit ihren Autos auf dem Kiez unterwegs waren. Auch dabei waren verbotene Waffen entdeckt und Strafverfahren eingeleitet worden.

Die schnell aufeinander getakteten Einsätze der Polizei dürften der Verunsicherung der Rockerszene gelten. Das Konzept ist einfach. Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Mongols und Hells Angels, bei denen Stich- und Schusswaffen eingesetzt wurden, will die Polizei durch eng gehaltene Kontrollen das Mitführern solcher Waffen zu einem unkalkulierbaren Risiko machen.