Tarifverhandlungen

Kita-Beschäftigte streiken für mehr Lohn

Eine Hauswirtschaftsleiterin bereitet in einer Küche das Mittag

Eine Hauswirtschaftsleiterin bereitet in einer Küche das Mittag

Foto: Andreas Burgmayer

Für die Chefs gab es Wasser und Brot. Ver.di hatte zur Arbeitsniederlegung im Hauswirtschaftsbereich der städtischen Kitas aufgerufen.

Hamburg.  Es ist ein Neujahrsempfang der anderen Art: Am Freitagmorgen haben 150 Beschäftigte in den städtischen Hamburger Elbkinder-Kitas die Arbeit niedergelegt. Sie überreichen an der Geschäftsstelle der Elbkinder Brot und Wasser überreicht und anschließend eine Demonstration gemacht. Sie wollen so Druck auf die Vereinigung Kita Service Gesellschaft (VKSG) ausüben, in die der Hauswirtschaftsbereich ausgelagert ist.

Nach Angaben der Dienstleistungsgesellschaft Ver.di stocken die Tarifverhandlungen für die 755 Beschäftigten der Tochtergesellschaft. Ver.di fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die 117 Vollzeitbeschäftigten, die für die 636 Teilzeitkräfte anteilig gelten soll. Außerdem werden 30 Tage Urlaub für alle gefordert.

Vor allem die Hausarbeiterinnen kämpfen um mehr Geld. Viele von ihnen sind in Zwangsteilzeit. Bei einer 20-Stundenwoche würde die Forderung laut Ver.di eine Bruttolohnerhöhung von monatlich 847,88 Euro (pro Stunde 9,77 Euro) auf 977,75 Euro (pro Std. 11,26 Euro) bedeuten. Der Arbeitgeber bietet eine deutlich niedrigere Erhöhung an.

„Man kann nicht die Herstellung von Qualitätsessen verlangen, aber wie die Ausgabe von Fastfood bezahlen“, kritisiert Hilke Stein, Ver.di Verhandlungsführerin und Landesfachbereichsleiterin. Die 755 Beschäftigten der VKSG kochen für 22.000 Hamburger Kinder und sorgen für die Reinigung in über 180 Kitas der Elbkinder. Seit 2013 gibt es einen Tarifvertrag.