Hamburg

Geschenke für die Bürgermeister zum neuen Jahr

CDU-Fraktionschef Trepoll überreicht „Mensch ärgere Dich nicht“ an Fegebank und Scholz. Etwa 600 Hamburger kommen ins Rathaus, um ihre guten Wünsche zu überbringen

Hamburg.  Rund 600 Hamburger sind am Neujahrsmorgen ins Rathaus gekommen, um Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) ihre guten Wünsche für 2016 zu überbringen. Der Tradition folgend, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht, führte das Bürgerschaftspräsidium um Präsidentin Carola Veit (SPD) die Reihe an. Auch die Hamburger Originale wie der Wasserträger Hummel und die Zitronenjette und eine Abordnung der Harburger Schützengilde waren dabei.

CDU-Fraktionschef André Trepoll hatte sogar originelle Geschenke mitgebracht: Er überreichte Scholz und Fegebank je ein „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel – verbunden mit den Wünschen, sich nicht zu sehr über die Opposition und ihre mitunter scharfe Kritik an der Senatspolitik zu ärgern.

Erstmals im Rathaus waren die Brüder Enes, 8, und Yasin, 7, aus Harburg. „Das sieht hier aus wie in einer Villa“, staunte Enes über die prächtigen Säle, durch die die Besucher flanieren durften. Ihr Großvater Klaus Mücke hatte für Scholz ein paar tröstende Worte mitgebracht: „Ich habe ihm gesagt, dass ich es schade finde, dass es mit Olympia nicht geklappt hat.“

Die jüngste Besucherin hatte wohl zugleich die weiteste Anreise: Die eineinhalbjährige Kate und ihre Eltern Sebastian Zenker und Julia Müller aus Weimar waren über den Jahreswechsel zu Gast in Hamburg und verbanden das mit einem Besuch im Rathaus. „Die Chance, Olaf Scholz die Hand zu schütteln, wollte ich mir nicht entgehen lassen“, sagte Zenker.

Der Bürgermeister hatte wie üblich einen ruhigen Silvesterabend daheim in Altona verbracht. Auf die Frage nach seinen Wünschen für 2016 nannte er zwei Dinge: „Ich hoffe, dass der Länderfinanzausgleich gelingen wird. Das ist ein sehr abstraktes Thema, aber für unsere Stadt von größter Bedeutung. Und dann erleben wir mit der Fertigstellung der Elbphilharmonie dieses Jahr etwas ganz Besonderes.“ Wenn im Herbst die öffentliche Plaza fertig sei, könnten sich die Bürger schon mal „umgucken in ihrem Haus“.