Othmarschen/Börnsen

Beim Transport geflüchteter Räuber gefasst

Othmarschen/Börnsen.  Die Polizei hat am Mittwochabend einen per internationalem Haftbefehl gesuchten 29-Jährigen im schleswig-holsteinischen Börnsen entdeckt. Das mobile Einsatzkommando (MEK) nahm den Mann fest, dem vorgeworfen wird, am 10. November mit einem Komplizen eine 50 Jahre alte Frau in ihrem Haus in Othmarschen mit einer Schusswaffe bedroht und ausgeraubt zu haben.

Mit der Festnahme von Iljas D. geht eine spektakuläre Flucht zu Ende, die gleich von mehreren Pannen gekennzeichnet war. Direkt nach der Tat verloren die beiden Männer, die sich an der Tür des Hauses an der Parkstraße als Paketboten ausgegeben und sich so Zutritt verschafft hatten, auf der Flucht einen Teil der Beute, die hauptsächlich aus Schmuck bestand. Danach verursachten sie an der Behringstraße einen Unfall mit ihrem Mercedes und mussten zu Fuß weiterlaufen. Zehn Tage später gelang es der Polizei zunächst, Iljas D. in Jenfeld festzunehmen, er konnte jedoch vor der Wache in Wandsbek aus dem Gefangenentransporter springen und entkommen.

Am Mittwoch schließlich machte die Personenfahndung des Landeskriminalamts den 29-Jährigen in dem kleinen Ort im Kreis Herzogtum-Lauenburg ausfindig. Iljas D. hatte sich nach Angaben einer Polizeisprecherin in Börnsen bei Angehörigen aufgehalten. Er wurde am Abend in das Untersuchungsgefängnis Hamburg gebracht, wo der Haftbefehl verkündet wurde.

Nach dem zweiten Täter, dem ebenfalls 29 Jahre alten Ertan Sentuna, wird weiterhin gefahndet.