Hamburg

Gewerkschaft der Polizei suspendiert zwei Vizechefs

Offenbar waren andauernde Querelen der Grund. Beiden wurde vorgeworfen, „ehrabschneidende Behauptungen“ aufgestellt zu haben.

Hamburg.  Schon lange hatte es im Vorstand des Hamburger Landesverbands der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gegärt. Zuletzt stand sein Vorsitzender Gerhard Kirsch in der Kritik, weil er mit überhöhter Geschwindigkeit, mit Handy am Ohr und nicht angeschnallt geblitzt worden war. Jetzt ist es bei der GdP zum Eklat gekommen.

Der geschäftsführende Landesvorstand hat die stellvertretenden Landesvorsitzenden Gunhild Weidemann und Enrico Nimsch, „einstimmig wegen grob gewerkschaftsschädigenden Verhaltens mit sofortiger Wirkung von allen Gewerkschaftsämtern suspendiert“, teilte die GdP mit. Weidemann verantwortete bisher den Fachbereich Kriminalpolizei, Nimsch den Fachbereich Wasserschutzpolizei bei der mit rund 4000 Mitgliedern zweitgrößten Hamburger Polizeigewerkschaft.

Nach Informationen des Abendblatts waren andauernde Querelen der Grund. So sei den beiden vorgeworfen worden, zum Teil „ehrabschneidende Behauptungen“ aufgestellt zu haben, ohne sie mit Tatsachen zu belegen. Beispielsweise sei behauptet worden, dass eine Mitarbeiterin der Geschäftsstelle entlassen worden sei, damit die Frau eines anderen hochrangigen Gewerkschaftsmitglieds eingestellt werden konnte. „Ein völlig haltloser Vorwurf“, heißt es in GdP-Kreisen.

Zudem sei eine Art Schatten­gremium gegen den „demokratisch gewählten Vorstand“ der GdP in Stellung gebracht worden, auch Facebook-Postings hätten eine Rolle gespielt. Mit der Suspendierung ist ein gewerkschafts­internes Ordnungsverfahren eröffnet worden. Entscheiden muss darüber nun das Landesschiedsgericht.